NRW-Förderung: Was ist wichtig?

Rund um das Thema Förderung gibt es viele Fragen. Was wird gefördert? Wieviel Geld kann ich bekommen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Wo bekomme ich die Förder-Anträge? Wer kann mir helfen? Hier finden Sie fundierte Antworten und Links.


 

 

Was wird gefördert?

Was wird gefördert?


*     Wohnungseigentümergemeinschaften mit jeweils mindestens vier Wohneinheiten,
       Eigentümerinnen und Eigentümer von Mietgebäuden mit mindestens vier Wohneinheiten

**   Besitzerinnen und Besitzer von mindestens fünf gewerblich genutzten Kraftfahrzeugen,
      Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit mindestens fünf Kraftfahrzeugstellplätzen für Beschäftigt

*** Städte, Gemeinden, Kreise oder Zusammenschlüsse von Kommunen aus Nordrhein-Westfalen
      sowie kommunale Betriebe, sofern diese wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben

→ zur Förder-Übersicht

Wie hoch sind die Fördersummen? (erhöhte Förderung gilt bis 30. November 2020)
Bis zum 30. November 2020 gelten folgende erhöhte Förderquoten und Fördersummen:

Für Privatnutzer:

Die Förderung für Ladeinfrastruktur beträgt maximal 60 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die Fördersumme beträgt bei privaten Standorten bis zu 2.000 Euro, und bei öffentlich zugänglichen Standorten bis zu 6.000 Euro pro Ladepunkt.
Für steuerbare nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur erhöht sich die Förderhöchstgrenze pro Ladepunkt um 1.500 Euro.

Für Unternehmen:

Die Förderung für Ladeinfrastruktur beträgt maximal 60 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die Fördersumme beträgt bei privaten Standorten bis zu 4.000 Euro, und bei öffentlich zugänglichen Standorten bis zu 6.000 Euro pro Ladepunkt.
Für steuerbare nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur erhöht sich die Förderhöchstgrenze pro Ladepunkt um 1.500 Euro.

Die Förderung für Nutzfahrzeuge beträgt 8.000 Euro für die Klasse N1 mit einer zulässigen Gesamtmasse ab 2,3 Tonnen und für die Klasse N2 bis 7,5 Tonnen. Eine Kumulierung mit der Kaufprämie des Bundes (→ Umweltbonus) wird auf Seiten des Bundes leider ausgeschlossen.

Für Kommunen:

Die Förderung für Ladeinfrastruktur beträgt maximal 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die Fördersumme beträgt bei privaten Standorten bis zu 5.800 Euro.

Die Förderung für Nutzfahrzeuge beträgt maximal 80 Prozent der Anschaffungskosten, bis maximal 30.000 Euro für batterieelektrische Fahrzeuge und maximal 60.000 Euro bei Brennstoffzellenfahrzeugen.

→ zur Förder-Übersicht

Was passiert nach dem 30. November 2020 mit der Förderung?

Das Förderprogramm läuft ganz normal weiter, ab dem 1. Dezember 2020 sinken die erhöhten Förderquote und Fördersummen jedoch wieder auf ihre ursprünglichen Werte ab. Wir empfehlen daher Ihren Förderantrag bis spätestens 30. November 2020 zu stellen. Für die Umsetzung haben Sie danach über ein Jahr lang Zeit.

Nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur:

  • Förderquote:   60 %      → 50 %
  • Fördersumme: 2.000 € → 1.000 € pro Ladepunkt (Wallbox)
  • Fördersumme: 4.000 € → 3.000 € pro Ladepunkt (Ladesäule)

Öffentliche Ladeinfrastruktur:

  • Förderquote:   60 %      → 50 %
  • Fördersumme: 6.000 € → 5.000 € pro Ladepunkt

Elektro-Lastenräder:

Kommunen:

  • Förderquote:   70 %      → 60 %
  • Fördersumme: 6.200 € → 4.200 € pro Elektro-Lastenfahrrad

Unternehmen (juristische Person):

  • Förderquote:   40 %      → 30 %
  • Fördersumme: 3.500 € → 2.100 € pro Elektro-Lastenfahrrad
Wird Photovoltaik auch gefördert?

Ja, in Verbindung mit der Förderung für Ladestationen wird ein Bonus von 500 Euro pro Ladepunkt gezahlt, wenn eine Photovoltaik-Anlage (≥2 kWp pro Ladepunkt) neu errichtet wird.

Weitere Informationen zu anderen Förderprogrammen finden Sie mit dem Fördernavi der EnergieAgentur.NRW.

→ zum Fördernavi

Werden stationäre Speicher auch gefördert?

Ja, bei der Förderung von Ladeinfrastruktur wird ein Bonus in Höhe von 200 Euro pro kWh für neue Speicher in Verbindung mit einer neu errichteten Erneuerbare-Energien-Anlage gewährt. Mehr dazu → hier

Was bedeutet "neu errichtet" in diesem Zusammenhang?

Als Stichtag für die neu zu errichtende EE-Eigenerzeugungsanlage und den neu zu errichtenden Batteriespeicher gilt das jeweilige Datum der Inbetriebnahme. Dieses Datum darf jeweils maximal drei Monate vor Antragstellung liegen.

→ zu den Nebenbestimmungen

Welche Anforderung muss der Berater bei der Erstellung des Konzeptes erfüllen?

"Die Beratung muss neutral und unabhängig sein. Sie muss durch ein Handlungs-und Umsetzungskonzept abgeschlossen werden.

Die Beratung und Konzepterstellung hat durch qualifizierte Beraterinnen oder Berater zu erfolgen. Qualifiziert sind Beraterinnen und Berater, die Referenzen im Bereich Mobilitätskonzepte, Elektromobilitätsberatung, Flottenmanagement oder vergleichbar relevante Referenzen innerhalb der letzten zwei Jahre nachweisen können." (6.1.4 Sonstige Zuwendungsbestimmungen)

→ zur Förderrichtlinie (Kapitel 6.1.4)

Kann das Förderprogramm "Emissionsarme Mobilität" mit anderen Förderungen kombiniert / kumuliert werden?

Das Kumulierungsverbot gilt für andere Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen.

Eine Kumulierung mit anderen Bundesmitteln ist in der Regel möglich, sofern das entsprechende Programm dies zulässt. Im Fall des Umweltbonus (BAFA-Prämie) ist eine Kumulierung nicht mehr möglich, eine doppelte Förderung für Elektrofahrzeuge ist damit ausgeschlossen. Allerdings kann selbstverständlich der Umweltbonus für Fahrzeuge und zusätzlich die NRW-Förderung für Ladestationen genutzt werden.

Die Fördermittel aus anderen Programmen müssen bei Antragstellung angegeben werden ("Erhalten Sie weitere nicht öffentliche Mittel?" und " Erhalten Sie weitere öffentliche Mittel?").

Eine Kumulierung mit Förderungen der NRW.BANK sind unzulässig, wenn es sich dabei um direkte Zuschüsse handelt. Zinsverbilligte Darlehen erachten wir als nicht förderschädlich.

NUR FÜR UNTERNEHMEN: Was bedeutet der Hinweis auf die "De-minimis-Beihilfen"?

Darunter versteht man die Begrenzung von Beihilfen / Förderungen, die der Staat einem Unternehmen gewähren darf, ohne zu stark in den Wettbewerb einzugreifen. Der Gesamtbetrag der einem einzigen Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen darf in einem Zeitraum von drei Steuerjahren maximal 200 000 Euro betragen.

→ zu weiteren Informationen


Ladeinfrastruktur

Kann die NRW-Förderung mit der Bundesförderung (KfW-Programm 440) kombiniert werden?

Nein, das Bundes-Förderprogramm verbietet die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln wie z. B. dem NRW-Förderprogramm.

→ zum Merkblatt

Welche Wallboxen / Ladesäulen werden gefördert? Gibt es eine Liste?

Es werden alle fest mit dem Stromnetz verbundenen (stationären) Ladestationen für Elektrofahrzeuge gefördert. Eine abschließende Liste der förderfähigen Ladestationen gibt es daher nicht. Mobile Ladestationen, die an Starkstrom-Steckdosen (CEE-Steckdosen) angeschlossen werden, sind nicht förderfähig.

Technische Voraussetzung zur Förderfähigkeit ist das Vorhandensein einer Typ-2-Steckdose bzw. eines fest installierten Ladekabels mit → Typ-2-Stecker ("Mennekes-Stecker").

Werden jetzt auch Schnell-Ladestationen gefördert?

Ja, seit dem 15. Juni 2020 sind auch mit Gleichstrom betriebene Schnell-Ladestationen förderfähig (Wallboxen und Ladesäulen).

Werden Ladestationen für mein Grundstück auch gefördert?

Ja. Auch Unternehmen und Privatpersonen, die im privaten Raum (Betriebsgelände, Garage, Stellplatz,…) Ladestationen installieren möchten, werden gefördert. Steuerbare Ladepunkte werden besonders stark gefördert.
Voraussetzung ist der Bezug von Ökostrom oder die Eigenerzeugung aus regenerativen Quellen (z. B. Photovoltaik).

→ zum Förderprogramm

Wie wird der Bezug von Ökostrom nachgewiesen?

Für den Förderantrag ist kein Nachweis notwendig. Dieser erfolgt erst mit dem Verwendungsnachweis, den man nach Erhalt des Zuwendungsbescheides (Förderzusage) ausfüllen und zusammen mit den Rechnungen an die Bezirksregierung Arnsberg senden muss.

Hier reicht in der Regel eine Kopie des Stromvertrages, eine separate Bescheinigung des Stromanbieters ist nicht notwendig.

Kann ein Förderantrag auch schon gestellt werden, wenn NOCH kein Ökostrom bezogen wird?

Ja, auch ohne bestehenden Ökostrom-Vertrag kann bereits ein Förderantrag gestellt werden. Es reicht aus, wenn der Vertrag bei Vorlage des Verwendungsnachweises abgeschlossen ist.

Auch danach kann innerhalb der Zweckbindungsfrist von fünf Jahre eine Prüfung der Fördervoraussetzungen, inklusive erneutem Nachweis des Ökostrom-Vertrages, erfolgen.

Was sind steuerbare Ladepunkte?

Mit der gezielten Förderung von steuerbarer Ladeinfrastruktur soll ein Beitrag zur Vermeidung von temporären Überlastungen des Verteilnetzes geleistet werden. Ein Ladepunkt gilt im Sinne der Richtlinie als steuerbar, wenn dieser über die folgende Ausstattung verfügt:

  • Eine kabelgebundene bidirektionale Datenübertragungsschnittstelle (Ethernet, RS-485) oder eine kabellose bidirektionale Datenverbindung (z. B. GSM, UMTS, LTE, W-Lan)
  • Ein zur Ansteuerung erforderliches Kommunikationsprotokoll (z. B. Modbus-TCP, Modbus/RTU oder EEBUS).

Ein updatefähiges Kommunikationsprotokoll wird empfohlen.

Die geförderte Ladeeinrichtung muss über diese digitale Kommunikationsschnittstelle an ein Smart-Meter-Gateway (SMGW, § 2 Satz 1 Nummer 19 des Messstellenbetriebsgesetzes) anbindbar sein, um eine sichere Authentifizierung am SMGW zu ermöglichen.

Für Stellplatzeinrichtungen, die für mehrere Fahrzeuge vorgesehen sind (z. B. Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses oder eines Bürokomplexes) und bei denen der Aufbau von mehreren Ladestationen geplant ist (ggfs. auch in verschiedenen Bauabschnitten), werden Ladesysteme empfohlen, die über das offene Kommunikationsprotokoll OCPP verfügen.

→ zu den Nebenbestimmungen

Werden öffentlich zugängliche Ladestationen (z.B. Kundenparkplätze) gefördert?

Ja, hier muss die Zugänglichkeit für alle Personen an fünf Tagen pro Woche für mindestens zwölf Stunden gewährleistet sein.
Voraussetzung ist der Bezug von Ökostrom oder die Eigenerzeugung aus regenerativen Quellen (z. B. Photovoltaik).

→ zum Förderprogramm

Was bedeutet "öffentlich zugänglich"?

Ein Ladepunkt ist öffentlich zugänglich, wenn er sich entweder im öffentlichen Straßenraum (z. B. Parkplatz am Straßenrand) oder auf privatem Grund befindet (z. B. Kundenparkplatz, Parkhaus) und von einem unbestimmten ("alle Fahrzeuge") oder nur nach allgemeinen Merkmalen (z. B. "nur Kunden") bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann; (§ 2 Nr. 9 Ladesäulenverordnung)

Ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt muss alle Anforderungen der → Ladesäulenverordnung erfüllen.

Um dies zu umgehen, muss der Stellplatz mit dem Ladepunkt einem "bestimmten" Fahrzeug (z. B. durch Angabe des Kennzeichens) oder einer "bestimmten" Person (z. B. durch Angabe des Namens) reserviert werden. Auch Carports, private Stellplätze und zugangsbeschränkte Parkplätze (z. B. Anwohner- oder Mitarbeiterparkplätze) gelten als nicht-öffentlich zugänglich gestalten.

Wie muss die Parkplatzmarkierung bei einer öffentlich zugänglichen Ladesäule aussehen?

Hinweise zur Parkplatzmarkierung finden Sie in den Nebenbestimmungen für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur.

→ zu den Nebenbestimmungen

Darf die Werbefläche einer geförderten Ladesäule an Dritte vermietet werden?

Während der Zweckbindungsfrist dürfen die Flächen der geförderten Anlage(n) vom Zuwendungsempfänger nur für eigene Werbezwecke genutzt werden.

Sind Miet-Modelle / Betreiber-Modelle förderfähig?

Nein, es wird nur der Kauf einer Ladestation gefördert. Nur der (spätere) Eigentümer der Ladestation kann einen Förderantrag stellen und muss die Ladestation dann mindestens fünf Jahre zweckmäßig nutzen (Zweckbindungsfrist).

Darf die Ladestation auch vom Antragsteller selbst beschafft werden?

Ja, es ist auch möglich Ladestation und Installation von zwei verschiedenen Anbietern zu beziehen. In diesem Fall müssen dem Förderantrag beide Angebote beigefügt werden.

Darf die Ladestation auch durch den Antragsteller selbst installiert werden?

Nein. Die Installation und/oder Prüfung der Ladeinfrastruktur ist durch einen Fachbetrieb des Elektrohandwerks durchzuführen.

Übernimmt ein Elektrofachbetrieb die Installation der eigenen Ladestation selbst, ist das möglich, jedoch nicht förderfähig. In diesem Fall werden nur die Hardwarekosten gefördert.

→ zur Fachbetriebssuche

NUR FÜR UNTERNEHMEN: Welche Möglichkeiten bestehen, wenn die de-minimis-Beihilfen bereits ausgeschöpft wurden?

Das Land fördert dann noch nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur mit 40 Prozent sowie Umsetzungskonzepte mit unveränderter Förderquote.


Elektrofahrzeuge (nur für Unternehmen und Kommunen)

Was ist der Unterschied zwischen der NRW-Förderung und dem Umweltbonus des Bundes?
NRW-Förderung (→ mehr)Umweltbonus (→ mehr)
AntragstellerUnternehmen,
Gewerbetreibende,
Vereine und Verbände
Privatpersonen,
Unternehmen,
Stiftungen,
Körperschaften,
Vereine
Zeitpunkt AntragstellungVOR dem KaufNACH der Zulassung
Preislimit für Fahrzeugeohne Limit65.000 Euro
AntriebsartBatterieelektrofahrzeuge
Brennstoffzellenfahrzeuge
Batterieelektrofahrzeuge
Brennstoffzellenfahrzeuge
Plug-in-Hybride
Fahrzeuge / Fahrzeugklassenalle Fahrzeuge der Klassen
N1 (≥2,3 t ZGG), N2 (<7,5 t ZGG)
alle Fahrzeuge auf der
→ Liste der BAFA
VoraussetzungenLaufleistung:
- max. 1.000 km (Neufahrzeug)
- max. 5.000 km (Vorführ-Fhrz.)
keine Standschäden
Zulassung:
- Erstzulassung
- Zweitzulassung (max. 12
⠀⠀Monate, 15.000 km)
Zuschuss / Fördersumme8.000 Eurobis 3.000 € (Herstelleranteil)
+ bis 6.000 € (Bundesanteil)
(abh. von Preis und Antrieb)
Welche Fahrzeuge werden gefördert?

Für Unternehmen:

Gefördert wird der Erwerb, das Leasing oder die Langzeitmiete von reinen batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugen der Klassen N1 mit einer zulässigen Gesamtmasse von mindestens 2,3 t und der Klasse N2 mit einer zulässigen Gesamtmasse von weniger als 7,5 Tonnen nach der Definition des Elektromobilitätsgesetzes vom 5. Juni 2015 (BGBl. I S. 898).

Für Kommunen:

Gefördert wird der Erwerb, das Leasing oder die Langzeitmiete von reinen batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugen der Klassen L6E, L7E, M1, N1 und N2 mit einer zulässigen Gesamtmasse von weniger als 7,5 t nach der Definition des Elektromobilitätsgesetzes vom 5. Juni 2015 (BGBl. I S. 898).

Das Fahrzeugangebot ist überaus vielfältig. Eine Liste aktueller und angekündigter Elektrofahrzeuge finden Sie im Bereich "Unser Service".

→ zur Fahrzeug-Marktübersicht

Viele Fahrzeuge haben ein zulässiges Gesamtgewicht knapp unter 2,3 t. Werden diese durch eine technische Auflastung förderfähig?

Nein. Die Fördervoraussetzung des zulässigen Gesamtgewichtes von mindestens 2,3 t muss vom Hersteller bereits werksseitig erfüllt werden.

Wird Fahrzeug-Leasing auch gefördert?

Ja. Gefördert wird auch das Leasing oder die Langzeitmiete neuer, rein batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Fahrzeugen. Beachten Sie bitte, dass im gewerblichen Bereich die Anzahlung mindestens 8.000 € betragen sollte, um die maximal mögliche Förderung zu erhalten (nur Nutzfahrzeuge).

Werden auch Gebrauchtfahrzeuge und Fahrzeuge mit einer Tageszulassung gefördert?

Es werden Neufahrzeuge (maximaler Kilometerstand von 1.000 km) oder Vorführfahrzeuge (maximale Laufleistung von 5.000 km und maximal 1 Jahr zugelassen) gefördert.

 

 

Wer wird gefördert?

Wer wird gefördert?

Fahrzeugförderung:

  • natürliche Personen als Freiberufler oder Gewerbetreibende,
  • juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,
  • Personengesellschaften,
  • Städte, Gemeinden, Kreise und Zusammenschlüsse von Kommunen aus Nordrhein-Westfalen sowie kommunale Betriebe, sofern diese nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben

Der Nachweis einer unternehmerischen oder gewerblichen Tätigkeit kann erfolgen durch:

  • Eintrag ins Handelsregister
  • Eintrag in die Handwerksrolle
  • Eintrag ins Partnerschaftsregister
  • Eintrag im Vereinsregister
  • Eintrag im Verbandsregister des Deutschen Bundestages
  • Gewerbeschein über eine aktuell bestehende unternehmerische Tätigkeit
  • Bei Freiberuflern: Mitgliedschaft in einem Berufsverband bzw. in einer Kammer

Ladeinfrastruktur:

  • natürliche Personen,
  • juristische Personendes öffentlichen und privaten Rechts,
  • Personengesellschaften und
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und kommunale Betriebe, sofern diese nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben

Umsetzungsberatung:

  • natürliche Personen als Eigentümerinnen und Eigentümer von Mietgebäuden mit jeweils mindestens vier Wohneinheiten,
  • juristische Personendes öffentlichen und privaten Rechts sowie Personengesellschaften als

    • Wohnungseigentümergemeinschaften mit mindestens vier Wohneinheiten
    • Eigentümerinnen und Eigentümer von Mietgebäuden mit mindestens vier Wohneinheiten,
    • Besitzerinnen und Besitzer von mindestens fünf gewerblich genutzten Kraftfahrzeugen,
    • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit mindestens fünf Kraftfahrzeug-Stellplätzen für Beschäftigte oder

  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und kommunale Betriebe, sofern diese nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben

→ zur Förder-Übersicht

Werden Stiftungen gefördert?

Eine Stiftung besitzt nur dann eine Antragsberechtigung, wenn sie gleichzeitig auch einem der oben aufgeführten Kreis potentieller Antragsteller zugeordnet werden kann.

Eine generelle Antragsberechtigung von Stiftungen kann man damit nicht automatisch ableiten.

So wird jeweils eine Prüfung des Einzelfalls vorgenommen, um sicherzustellen, ob auch die Voraussetzungen einer unternehmerischen Tätigkeit im Sinne der Richtlinie vorliegen.

NUR FÜR UNTERNEHMEN: Muss mein Unternehmen seinen Hauptsitz in NRW haben, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können?

Nein. Beim Aufbau von Ladeinfrastruktur muss das Vorhaben in NRW umgesetzt werden.

Für die Fahrzeugförderung muss das Unternehmen über einen Standort in NRW verfügen. Zudem müssen mindestens 80% der jährlichen Fahrleistung mit dem geförderten Fahrzeug innerhalb NRWs erbracht werden, zum Nachweis sind die Fahrten außerhalb von NRW zu dokumentieren.

Für die Förderung von elektrischen Lastenrädern muss eine Betriebsstätte oder eine Niederlassung im Land Nordrhein-Westfalen nachgewiesen werden.

NUR FÜR UNTERNEHMEN: Können Autohäuser für vom OEM vorgeschriebene Ladeinfrastruktur eine Förderung beantragen?

Autohäuser, die vom Hersteller verpflichtet werden, Ladeinfrastruktur zu errichten, können für diese keine Förderung enthalten. Förderfähig ist nur die Ladeinfrastruktur, die zusätzlich über die Verpflichtung hinaus errichtet werden soll. Nur hierfür können Anträge gestellt werden.

Gemäß § 23 Landeshaushaltsordnung Nordrhein-Westfalen dürfen Zuwendungen nur für solche Zwecke bewilligt werden, an denen das Land ein erhebliches Interesse hat und die ohne die Zuwendung nicht oder nicht im notwendigen Umfang befriedigt werden können. Besteht bereits eine Verpflichtung (auch eine zivilrechtliche) zur Errichtung von Ladeinfrastruktur, so wird die Maßnahme auch ohne Förderung umgesetzt. Es mangelt hier schon an der Freiwilligkeit des Antragstellers. Die Zuwendung ist somit nicht unbedingt für die Umsetzung notwendig. Es läge ein sog. Mitnahmeeffekt vor, der eine Bewilligung nicht rechtfertigen kann.

Wie lange muss die Ladestation bzw. das Elektrofahrzeug nach der Bewilligung genutzt werden?

5 Jahre. Bei Leasing oder Langzeitmiete beträgt die Mindestdauer 1 Jahr, jedoch reduziert sich die Förderquote anteilig. Um die volle Förderung zu erhalten, muss das Fahrzeug 5 Jahre geleast bzw. gemietet werden.

Ist die Fördersumme pro Antragsteller begrenzt?

Pro Antragstellendem können insgesamt maximal 500.000 Euro Fördergelder in Anspruch genommen werden.

 

 

Fragen zum Förderantrag

Wie läuft die Förderung ab?
  1. Kostenvoranschlag / Angebot einholen
  2. Förderantrag ausfüllen und Kostenvoranschlag hochladen
  3. Nach der Erhalt der automatischen Antwort-Mail: Beauftragung der Umsetzung (→ siehe hier)
    (gilt nur für Ladeinfrastruktur und Fahrzeuge, gilt nicht für Kommunen und kommunale Betriebe)
  4. Nach einigen Wochen: Erhalt des Zuwendungsbescheides (Förderzusage) zusammen mit dem Verwendungsnachweis
  5. Ausfüllen des Verwendungsnachweises und Zusendung der Rechnungen
  6. Nach einigen Wochen: Erhalt der Überweisung auf das angegeben Konto
Wo erhalte ich den Förderantrag?

Die elektronischen Antragsformulare erhalten Sie in unserer "Mediathek".

→ zu den Förderanträgen

Welche Unterlagen benötige ich für den Förderantrag?

Die benötigten Unterlagen unterscheiden sich je nach Antragsteller und Fördergegenstand. In der Regel benötigen Sie ein Angebot mit einem Kostenvoranschlag für den gewünschten Fördergegenstand (Ladesäule/Wallbox, Elektro-Fahrzeug, Elektro-Lastenfahrrad,...). Außerdem sind die Daten des Fördergegenstandes erforderlich (Hersteller, Modell, Leistung, Batteriegröße und weitere).

Im Fall eines Online-Kaufs reicht als Angebot auch ein Screenshot der Internetseite aus dem der Hersteller, das Modell und der Preis hervorgehen.

Die benötigen Anlagen finden Sie immer am Ende des jeweiligen Förderantrages aufgelistet.

→ zu den Förderanträgen

Wann muss die Förderung beantragt werden?

Die Förderung muss beantragt werden, NACHDEM Angebote für die bei der Maßnahme anfallenden Kosten eingeholt wurden, aber BEVOR Kaufverträge abgeschlossen oder Aufträge vergeben wurden.

HINWEIS: Bei einem eindeutigen schriftlich vereinbarten Rücktrittsrecht bei Versagung der beantragten Fördermittel, kann auch schon vor der Förderzusage ein Kauf- bzw. Dienstleistungsvertrag geschlossen werden (z. B. Vertragsabschluss unter der Bedingung der Gewährung einer Förderung; Vorkasse mit Rückgabemöglichkeit bei Ausbleiben der Förderung; unverbindliche Bestellung auf Abruf etc.). → Mehr dazu hier.

ERGÄNZUNG: Vorübergehend können Bestellungen für Elektro-Nutzfahrzeuge und Ladestationen direkt NACH der Antragstellung getätigt werden (gilt nicht für Kommunen und kommunale Betriebe, die nicht wirtschaftlich tätig sind)!

Kann man auch Förderung für bereits begonnene Maßnahmen erhalten? Wenn nein, warum nicht?

Nein, das Förderprogramm hat den Zweck, einen Anreiz für Investitionen in die Elektromobilität zu bieten. Daher können bereits begonnene oder sogar schon umgesetzte Maßnahmen nicht gefördert werden.

Dies soll den Zuwendungsempfänger davor bewahren, dass er durch den vorzeitigen Beginn der Maßnahme in finanzielle Schwierigkeiten gerät, wenn die beantragte Förderung nicht gewährt wird. Gleichzeitig muss die Entscheidungsfreiheit der Bewilligungsbehörde bei der Bewilligung der Fördermittel gewährleistet sein und darf nicht dadurch beeinflusst werden, dass der Antragsteller durch den vorzeitigen Maßnahmenbeginn nicht mehr rückgängig zu machende Tatsachen geschaffen hat.

Darüber hinaus besteht ein besonderes öffentliches Interesse, nur solche Anlagen zu fördern, die ohne die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht realisiert würden.

Was ist im Förderantrag mit öffentlichen und nicht öffentlichen Mitteln gemeint?

Öffentliche Mittel sind zum Beispiel Fördergelder aus anderen Förderprogrammen vom Bund, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Europäischen Union oder einer Kommune.

Nicht öffentliche Mittel sind zum Beispiel Kaufprämien von Stadtwerken oder Branchenverbänden.

Zusätzliche Mittel können die Zuwendung reduzieren und sind daher sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Verwendungsnachweisführung unbedingt anzugeben – jedenfalls sofern die Mittel für dieselbe Maßnahme in Anspruch genommen werden.

Hier müssen keine Mittel angegeben werden, die Sie für andere Maßnahmen erhalten haben.

NUR FÜR UNTERNEHMEN: Muss die Anzahlung als Netto oder Brutto-Betrag angegeben werden?

Die Anzahlung bei Leasing-Verträgen (Leasingsonderzahlung) ist als Netto-Betrag einzugeben.

Welche Kosten soll die Gesamtinvestition beinhalten?

Die Gesamtinvestition beinhaltet alle Ausgaben, die im direkten Zusammenhang mit der beantragten Maßnahme stehen. Darüber hinaus beinhalten die Kosten auch die Mehrwertsteuer, sofern seitens des Antragstellers bzw. der Antragstellerin keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug vorliegt.

 

 

Nach dem Antrag

Was ist mit meinem Förderantrag? Wann wird dieser bearbeitet?

Die Bearbeitung der Förderanträge liegt in den Händen der Bezirksregierung Arnsberg.

Von dort heißt es: „Derzeit kommt es aufgrund erhöhten Antragsaufkommens zu längeren Bearbeitungszeiten. Sehen Sie daher bitte von Sachstandsanfragen zu Ihren Förderanträgen ab. Wir sind bemüht, Ihre Anträge schnellstmöglich zu bearbeiten.
Bitte senden Sie unaufgefordert keine Unterlagen per Post oder Email ein!"

PS: Durch die seit Juli 2019 gültige Ausnahmeregelung müssen Sie bei Elektrofahrzeugen und Ladestationen übrigens nicht auf die Förderzusage warten. Gleich nach der Antragstellung können Sie mit dem Vorhaben beginnen (gilt nicht für Kommunen und kommunale Betriebe). → Mehr dazu hier ("6. Wann kann ein Förderantrag gestellt werden?").

Wie lange dauert es, bis man die Förderzusage (Zuwendungsbescheid) bekommt?

Die Zeit bis zum Erhalt des Zuwendungsbescheids variiert erfahrungsgemäß je nach Frequenz der Anträge und kann aktuell bis zu 4 Monate dauern.

PS: Durch die seit Juli 2019 gültige Ausnahmeregelung müssen Sie bei Elektrofahrzeugen und Ladestationen übrigens nicht auf die Förderzusage warten. Gleich nach der Antragstellung können Sie mit dem Vorhaben beginnen (gilt nicht für Kommunen und kommunale Betriebe). → Mehr dazu hier ("6. Wann kann ein Förderantrag gestellt werden?").

Es wurden alle notwendigen Nachweise/Belege im Original und als Kopie eingeschickt. Warum werden diese erneut angefordert?

Nachweise werden nur nachgefordert, sofern sie der Bezirksregierung Arnsberg als Bewilligungsbehörde noch nicht vollständig vorliegen oder sie diese nicht erreicht haben.

Was passiert, wenn sich der Preis des Fördergegenstandes nach Antragstellung erhöht?

Bei Festbeträgen hat dies keine Konsequenzen. Bei prozentualer Förderung müsste der Antragsteller dies der Bewilligungsbehörde mitteilen und ggf. einen Änderungsbescheid erwirken.


Zuwendungsbescheid (Förderzusage)

Wie lange hat man für die Umsetzung Zeit? In welchem Zeitraum muss die geplante Maßnahme nach Erhalt des Zuwendungsbescheides umgesetzt werden?

Die Maßnahme muss innerhalb eines Jahres nach Erhalt des Zuwendungsbescheides umgesetzt werden. Das genaue Datum entnehmen Sie bitte dem Zuwendungsbescheid.

Ist der angegeben Förderbetrag / die Zuwendung als Brutto-oder Nettobetrag zu verstehen?

Bei Festbeträgen wird genau die angegebene Fördersumme (z. B. 8.000 Euro für Elektro-Nutzfahrzeuge) ausgezahlt.

Bei prozentualer Förderung wird die Fördersumme aus den Nettokosten ermittelt (vorsteuerabzugsberechtigt). Für Personen, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind (z. B. Privatpersonen) gelten die Bruttopreise als Berechnungsgrundlage.

Kann nach Erteilung des Zuwendungsbescheides noch der Hersteller gewechselt werden?

Die Einhaltung der Grundvoraussetzungen für die Zuwendungsfähigkeit müssen gewährleistet sein.

Ein Wechsel des Modells oder der Firma gegenüber dem mit dem Antrag vorgelegten Angebot ist unter diesen Voraussetzungen prinzipiell möglich. Da sich ein Wechsel jedoch auf die Förderfähigkeit der Anlage auswirken kann, ist jede geplante Änderung gegenüber dem bewilligten Antrag unverzüglich der Bewilligungsbehörde mitzuteilen. Setzen Sie sich deshalb bitte vorab in jedem Fall mit der Bezirksregierung Arnsberg in Verbindung, um den geplanten Wechsel prüfen zu lassen.


Verwendungsnachweis / Auszahlungsantrag

Welche Unterlagen benötige ich für den Auszahlungsantrag / Verwendungsnachweis?

Um die Auszahlung der Förderung zu erhalten, muss die Umsetzung der Maßnahme nachgewiesen werden. Dazu erhalten Sie zusammen mit dem Zuwendungsbescheid den Link zum Verwendungsnachweis / Auszahlungsantrag. Dort werden u. a. folgende Daten bzw. Unterlagen benötigt:

  • persönliche Daten zum Antragstellenden
  • Bankverbindung
  • Angaben zur Auftragsvergabe
  • Kopie der Kauf-/Leasing-/Mietverträge
  • Kopie der Rechnung(en)
Die genauen Unterlagen werden Ihnen im Zuwendungsbescheid genannt.
Ich nutze Online-Banking und habe keine Zweigstelle meiner Bank in der Nähe, um die Überweisungsbelege abstempeln zu lassen. Gibt es eine Alternative?

Der Nachweis kann auch durch einen Online-Ausdruck der Überweisung erfolgen.

Die ausgezahlte Fördersumme ist geringer, als der im Zuwendungsbescheid angegebene Förderbetrag. Woran liegt das?

Dies kann unterschiedliche Gründe haben. So kann beispielsweise die Anlagengröße (z. B. Solarkollektorfläche) geringer sein als ursprünglich veranlagt oder es haben sich andere Paramater verändert, die bei der Ermittlung des Festbetrages zugrunde gelegt wurden.

Im Übrigen werden (bei einer Anteilfinanzierung) nicht zuwendungsfähige Ausgaben von den Gesamtkosten in Abzug gebracht, so dass sich die ausgezahlte Zuwendung ebenfalls entsprechend verringern kann.

 

 


 

 

Ablauf der NRW-Förderung

1)  Kostenvoranschlag / Angebot einholen (Hilfe)
2)  Förderantrag ausfüllen, Angebot hochladen (Hilfe)
3)  Erhalt der automatischen Eingangsbestätigung:
     sofortige Umsetzung bei Fahrzeugen und Lade-
     stationen erlaubt (gilt nicht für Kommunen)
4)  nach Prüfung: Erhalt des Zuwendungsbescheides
5)  Verwendungsnachweis ausfüllen, inkl. Rechnung
6)  nach Prüfung: Erhalt der Überweisung

Haben Sie Fragen zur Förderung oder zum Antrag?
→ Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen.

 

 

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