Die Kommune als Vorbild für die E-Mobilität

Hohe Reichweiten, lokal emissionsfrei, hohe Förderungen und innovative Mobilität: Für Kommunen gibt es viele gute Gründe zumindest einen Teil der Fahrzeugflotte auf Wasserstoff umzustellen und damit eine Vorreiterrolle im kommunalen Umfeld einzunehmen.


 

 

Hohe Reichweiten für den Dauereinsatz

Mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen sind schon heute Reichweiten von bis zu 700 Kilometern möglich. Zudem dauert der Tankvorgang ähnlich lange, wie bei Betanken eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Der gasförmige Wasserstoff wird unter Hochdruck in speziellen Tanks gelagert, die sich häufig zwischen Vorder- und Hinterachse befinden.
Als lokal emissionsfreie Antriebsvariante bietet Wasserstoff die ideale Ergänzung zur batterieelektrischen Mobilität. Mögliche Einsatzzwecke sind neben einer Pkw-Flotte beispielsweise kommunale Busse, Abfallsammel- oder auch Stadtreinigungsfahrzeuge.

 

 


 

 

Brennstoffzelle – Funktionsweise und Umweltaspekte

Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff (H2) aus dem Drucktank und Sauerstoff (O2) aus der Umgebungsluft in Strom, Wärme und Wasser um. Die Wärme kann wie beim Verbrenner für die Heizung genutzt werden. Der Strom wird in einer Batterie gespeichert und speist so den Elektromotor. Die Brennstoffzelle stößt lokal lediglich Wasserdampf aus und belastet die unmittelbare Umwelt damit nicht. Damit ein Brennstoffzellen-Fahrzeug komplett emissionsfrei fahren kann, muss der Wasserstoff aus regenerativ erzeugtem Strom per Elektrolyse (grüner Wasserstoff) hergestellt werden.

 

 


 

 

Tankstellennetz

Das → Tankstellennetz für Wasserstoff wächst kontinuierlich. In Nordrhein-Westfalen sind aktuell 18 Pkw-Tankstellen nutzbar. Damit ist Nordrhein-Westfalen im Bundesvergleich gut aufgestellt: zwischen Bonn und Leverkusen sind fünf, zwischen Leverkusen und Ratingen vier, von Duisburg bis Unna sechs, entlang der Rheinschiene ist mindestens alle 50 Kilometer eine Tankstellen verfügbar. An den wichtigen Autobahnen verdichtet sich das Netz ebenfalls. Aktuell sind deutschlandweit mehr als 90 Wasserstofftankstellen öffentlich zugänglich sein, 2025 bereits mehr als 400.

Für Bus- oder Fuhrparkdepots von Logistikunternehmen ist der Aufbau eigener Wasserstofftankstellen empfehlenswert. Vor dem Hintergrund, dass diese Fahrzeuge zumeist mit Tanks ausgestattet sind, die für einen Betriebsdruck von 350 bar ausgelegt sind, ist das flächendeckende Pkw-Tankstellennetz mit 700 bar häufig nicht nutzbar. Die Nähe der Tankstelle zum eigenen Betriebsgelände ist ein weiterer entscheidender Punkt für den Aufbau einer eigenen Wasserstofftankstelle. Bei größeren Abnahmemengen lohnt sich die Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen, um eine gemeinsame Wasserstoffinfrastruktur zu errichten.

 

 

Genehmigung von Wasserstoff-Tankstellen

Der kostenlose "Genehmigungsleitfaden Wasserstoff-Tankstellen" der NOW GmbH unterstützt regionale und lokale Behörden bei den notwendigen Genehmigungsabläufen. Hierbei werden technische, sicherheitsrelevante und genehmigungsrechtliche Punkte anschaulich erläutert → zum Leitfaden.

 

 


 

 

Hersteller von Brennstoffzellen-Fahrzeugen

Brennstoffzellen-Pkw sind aktuell bei Hyundai, Toyota, Mercedes oder Renault erhältlich. Zudem werden weitere Modelle auch aus NRW von StreetScooter (H2 Panel Van) und e.GO zum Kauf angeboten werden. Relevant sind derzeit besonders Omnibusse, Abfallsammelfahrzeuge oder Lokomotiven. Alle elektrifizierten Fahrzeuge können über die Brennstoffzelle Strom für den direkten Antrieb oder die Batterie sowie für die sämtliche Aggregate erzeugen. → Hier finden Sie Fachbetriebe, die Probefahrten mit Wasserstoffautos anbieten.

→ zur Fahrzeugübersicht

 

 


 

 

Kosten & Förderprogramme

Die Fahrzeugkosten für ein wasserstoffgetriebenes Fahrzeug liegen aufgrund der geringen Stückzahlen heute noch über dem eines vergleich-baren Modells mit Verbrennungsmotor. Die Materialkosten sind jedoch geringer als bei einem reinen Batterieauto, es ist davon auszugehen, dass der Preis durch eine Serienproduktion deutlich fallen könnte.
Wasserstoff wird an öffentlichen Tankstellen derzeit mit einem Fixpreis von ca. 9,50 Euro pro Kilogramm abgegeben. Als Faustformel für den Verbrauch gilt: Ein Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer Fahrt. Die Verbrauchskosten sind damit mit Dieselfahrzeugen vergleichbar, die Wartungskosten aber deutlich geringer.

NRW fördert Kommunen bei der Anschaffung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten (→ weitere Info), sowie Brennstoffzellen-Busse mit 60 Prozent der Investitionsmehrkosten ( → weitere Info).

Kommunen werden bei der Einführung von Wasserstoff-Modellregionen unterstützt:
   -   Modellkommune Wasserstoffmobilität NRW
   -   HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland

Der Bund fördert die Beschaffung von Brennstoffzellen-Pkw. → weitere Info

 

 

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