Wie funktioniert das Aufladen?

Ein Elektrofahrzeug zu laden ist durch genormte Stecker und Vorgaben zum Laden auch ohne Vertrag oder passende Karte mittlerweile sehr einfach. Heute heißt es einfach nur: Karte vorhalten, Stecker einstecken und laden.


 

 

Ladevorgang

Für Garagen oder Stellplätze werden Wallboxen angeboten, mit denen die Batterie in wenigen Stunden geladen werden kann. Hier wird einfach ein Stecker in das Fahrzeug und in die Wallbox gesteckt – so wie man normale elektrische Geräte an die Steckdose anschließt. Ähnlich funktioniert das an öffentlichen Ladesäulen, nur muss man sich hier noch mittels App oder Karte authorisieren.
Sehr viel schneller geht es an Schnellladesäulen. Hier können 80% der Batteriekapazität in nur 30 Minuten oder weniger nachgeladen werden.

 

 

Ladeinfrastruktur

Die Ladeinfrastruktur wird in zwei Varianten unterteilt: kompakte Ladestationen, die entweder an der Wand, Decke oder an Straßenlaternen montiert werden und robustere Stand-Ladesäulen, die meist für den öffentlichen Bereich vorgesehen sind.

LadeeinrichtungWand-Ladestation
(Wallbox)
Decken-LadestationLaternen-LadestationNormal-LadesäuleSchnell-Ladesäule
Ladeleistung3,7 kW bis 22 kW
(Normalladung)
3,7 kW bis 22 kW
(Normalladung)
3,7 kW bis 22 kW
(Normalladung)
3,7 kW bis 22 kW
(Normalladung)
50 bis 350 kW
(Schnellladung)
Stromart *Wechselstrom (AC)Wechselstrom (AC)Wechselstrom (AC)Wechselstrom (AC)Gleichstrom (DC)
Standardstecker **
Typ 2

Typ 2

Typ 2

Typ 2

CCS / COMBO2
Verwendungprivate Stellplätze,
Parkhäuser
Parkhäuseröffentlicher
Straßenraum
öffentliche
Parkplätze
Raststätten,
Kundenparkplätze
* Wechselstrom oder Gleichstrom – Wo ist der Unterschied?

Ladesäulen gibt es sowohl als Normalladesäule, die Wechselstrom in das Auto lädt, und als Schnellladesäule, die Gleichstrom liefert:

1) Normalladesäule
Der Wechselstrom muss im Fahrzeug noch in Gleichstrom umgewandelt werden, damit dieser in der Batterie gespeichert werden kann. Um Kosten und Gewicht zu sparen, sind diese Geräte nur auf geringe Leistungen ausgelegt, sodass viele der heutigen Fahrzeuge nur einen Teil der maximal möglichen Leistung nutzen können.

2) Schnellladesäule
Hier wurde der Wechselstrom bereits in der Ladesäule in Gleichstrom umgewandelt und kann direkt in die Batterie geladen werden.

** Die Steckertypen – Wozu verschiedene Stecker?
SteckerTyp 1Typ 2CCS2 / COMBO2CHAdeMO
Herstellerwird in aktuellen Fahrzeugen
nicht mehr eingesetzt
alle anderenalle anderenNissan
StromartWechselstrom (AC)Wechselstrom (AC)
Drehstrom ("Starkstrom")
Gleichstrom (DC)Gleichstrom (DC)
Ladeleistung3,7 kW bis 7,4 kW3,7 kW bis 22 kW20 kW bis 350 kW20 kW bis 350 kW
Verriegelungmanuellautomatischautomatischmanuell
KommunikationPulsweitenmodulation (PWM)Pulsweitenmodulation (PWM)Power Line Communication (PLC)Controller Area Network (CAN-Bus)

 

 


 

 

Ladevorgang starten – Einfache Bezahlung direkt vor Ort

An neuen Ladesäulen muss man laut → Ladesäulenverordnung (LSV) immer direkt vor Ort bezahlen können, z.B. per Smartphone-App. Während früher einzelne Ladesäulen in der Regel nur mit Betreiber-eigenen RFID-Karten genutzt werden konnten, existieren heute Roaming-Anbieter, dessen Ladekarten auch betreiber- und regionsübergreifend funktionieren – ähnlich wie auch der Handyempfang in fremden Mobilfunknetzen (z.B. im Ausland) möglich ist. Dabei gibt es verschiedene → Anbieter mit unterschiedlichen → Preismodellen (Auswahl).

© Mennekes

 

 


 

 

Info-Broschüre

In der Broschüre "Elektromobilität - kurz erklärt" können Sie alles nachlesen, was Sie zum Thema "Laden von Elektrofahrzeugen" wissen müssen.

 

 


 

 

Weitere Informationen

Die Hälfte des Stromes wird in Kraftwerken aus Kohle und Gas gewonnen, und schon knapp 40 % stammt aus erneuerbaren Energien – Tendenz steigend.

 

 

© Bild: ABB

Zum Betrieb von E-Autos wird Strom benötigt, welcher durch erneuerbare Energien erzeugt, zur Ladestation transportiert und ins Auto geladen werden muss.

 

 

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