Wissenswertes zur Ladedauer

Elektroautos werden in der Regel während sowieso anfallender Standzeiten geladen. Dadurch spielt die Ladegeschwindigkeit für das regelmäßige Laden im Alltag keine große Rolle und niemand muss neben seinem E-Auto stehen und darauf warten, dass es voll geladen ist.
Eine Ausnahme bildet das Laden an → Schnell-Ladesäulen auf der Langstrecke.


 

 

Laden an der Wallbox / Normal-Ladesäule

Beim Laden an einer Wallbox oder einer Normal-Ladesäule entscheidet das Ladegerät im Fahrzeug über die Ladeleistung (Ladegeschwindigkeit). Typischerweise liegt diese bei 7,4 kW oder 11 kW, womit pro Stunde ungefähr 50 bis 70 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können. Je nach Batteriegröße dauert ein kompletter Ladevorgang zwischen 4 und 9 Stunden.
Wird → zuhause über Nacht oder → während der Arbeitszeit geladen, liegt der tatsächliche Zeitaufwand fürs Laden allerdings nur bei wenigen Sekunden:
Kabel anstecken, fertig.

 

 


 

 

Laden an der Schnell-Ladesäule

Beim Schnellladen wird der Fahrzeugakku direkt mit Gleichstrom (DC) geladen. Dafür wird das Ladegerät in der Ladesäule genutzt, welches deutlich stärker ist (bis zu 350 kW) als das Ladegerät, das im Fahrzeug verbaut ist (→ siehe oben).
Typische reale Ladeleistungen liegen im Bereich 100 bis 200 kW – je größer der Akku, desto höher. Dadurch hängt die Ladedauer nur in geringem Maße von der Akkugröße ab und liegt bei ungefähr 30 bis 40 Minuten (bis 80 Prozent).

Die Ladeleistung ist dabei nicht über den kompletten Ladevorgang konstant. Zu Beginn ist die Leistung am höchsten und sinkt mit der Zeit ab. Teilweise gibt es auch sprunghafte Änderungen der Ladeleistung.
Spätestens ab einem Ladezustand von 80 Prozent sinkt die Ladeleistung deutlich ab und der Ladevorgang sollte beendet werden.
Das genaue Ladeverhalten ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Der Ladeinfrastruktur-Anbieter Fastned bietet hierzu eine → Übersicht der Ladekurven [extern] für verschiedene Fahrzeuge an.

 

 


 

 

Exkurs: Warum sinkt die Ladeleistung ab?

Hintergrund sind die chemischen Prozesse, die beim Aufladen im Akku stattfinden. Hierbei werden Lithium-Ionen in ein Kohlenstoffgitter eingelagert. Dieses Gitter hat nur eine bestimmte Anzahl an freien Plätzen – ähnlich einem großen Bankettsaal mit einer festen Anzahl an freien Sitzplätzen.
Während die ersten Gäste schnell einen freien Platz finden und damit auch viele Personen gleichzeitig in den Saal gelassen werden können, verlängert sich diese Zeitspanne gegen Ende hin. Es werden immer weniger Personen gleichzeitig eingelassen und bis wirklich alle Plätze belegt sind, dauert es seine Zeit.

 

 

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