Erfolgsgeschichten
Die Kampagne "Zuhause laden in NRW" stellt hier Unternehmen vor, die in Beispielprojekten zeigen, dass das Laden auch in Mehrparteienhäusern sehr gut funktionieren kann.
Elektromobilität im Quartier: Wie die VBW Bauen und Wohnen GmbH erfolgreiche Ladeinfrastruktur in Wohn- und Gewerbeimmobilien integriert
Die VBW Bauen und Wohnen GmbH aus Bochum zeigt mit Projekten am Stadionring sowie im Quartier Lennershof, wie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zukunftsweisend an Wohn- und Gewerbeimmobilien integriert werden kann. Durch clevere Planung, Förderung und starke Partnerschaften wird Mieter*innen ein komfortables, nachhaltiges Ladeangebot direkt vor der Haustür geboten.
Zukunftsfähige Mobilität beginnt zuhause
Elektromobilität gewinnt im städtischen Raum zunehmend an Bedeutung – vor allem für die Wohnungswirtschaft. Die VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochums größte Wohnungsanbieterin, treibt diesen Wandel aktiv voran. Mit mehr als 13.000 eigenen Einheiten und einer über 100-jährigen Unternehmensgeschichte setzt die VBW nicht nur auf bezahlbaren Wohnraum, sondern auch auf klimafreundliche Mobilitätslösungen in ihren Quartieren. Zwei Leuchtturmprojekte zeigen, wie das gelingen kann.
Zwei Projekte – ein Ziel: Ladeinfrastruktur alltagstauglich machen
Am Stadionring 1, einem freifinanzierten Geschäftsgebäude mit 13 gewerblich genutzten Einheiten, installierte die VBW in der Tiefgarage drei Wallboxen à 11 kW. Dabei wurde die Infrastruktur so konzipiert, dass das Angebot an Wallboxen bei steigender Nachfrage erweitert werden kann. Die Ladelösung richtet sich an Gewerbemieter*innen – etwa eine Bankfiliale und eine Bäckerei – und deckt den Bedarf an nachhaltiger Mobilität auch im beruflichen Alltag.
Im Wohnquartier an den Straßen „Zum Schebbruch“ sowie „Lennershofstraße“ wurde eine deutlich größere Lösung realisiert: Insgesamt vier Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten à 22 kW stehen den Bewohner*innen zur Verfügung. Die Gebäude umfassen freifinanzierte wie geförderte Wohneinheiten – eine Mischung, die zeigt, dass Elektromobilität nicht nur ein Premiumangebot sein muss.

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Smarte Quartierslösung statt Einzelanbindung
Vorab wurde in den Quartieren eine Umfrage zur Zahlungsbereitschaft für private Wallboxen durchgeführt. Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Mehrheit bevorzugte ein geteiltes System mit überschaubaren Kosten. Daher setzte man bewusst auf eine Quartierslösung mit Sharing-Konzept. Mieter*innen können eine Ladeberechtigung exklusiv für die VBW-Ladesäulen erhalten und die Ladeplätze bequem online reservieren. Ermöglicht wird dies durch solargestützte, elektrisch gesteuerte Parkbügel – ein modernes, digitales Feature mit echtem Alltagsnutzen.
Technik, die mitdenkt
Die technische Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit den Stadtwerken Bochum. Diese betreiben die Ladeinfrastruktur, kümmern sich um Wartung, Abrechnung und Kundenservice. Der Strom stammt zu 100 % aus Ökostrom. Ein statisches Lastmanagement (Master/Slave-Prinzip) sorgt dafür, dass die Anschlussleistung effizient auf alle Ladepunkte verteilt wird. Zudem wurde bewusst ein eigener Netzanschluss mit maximal 30 kW gewählt, um eine teure Wandlermessung zu vermeiden.
Für die Finanzierung der Vorhaben nutzte die VBW unter anderem NRW-Fördermittel.
Die Planung und die bauliche Umsetzung der Ladeinfrastruktur wurden ebenfalls in Kooperation mit den Stadtwerken Bochum realisiert – inklusive Netzanschluss, Ladesäulen und Backend. Der Ladestrom wird direkt zwischen Mieter*innen und den Stadtwerken Bochum abgerechnet.
Hürden und Learnings
Ein zentrales Learning der VBW war die richtige Dimensionierung der elektrischen Leistung: Während frühere Tiefgaragenprojekte teils überdimensioniert waren, zeigte sich in der Quartierslösung, dass 30 kW mit Lastmanagement vollkommen ausreichen – ein klarer Vorteil für Wirtschaftlichkeit und Ausbaupotenzial.
Auch die Standortwahl der Ladesäulen stellte zunächst eine Herausforderung dar. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem regionalen Netzbetreiber konnten jedoch optimale Lösungen gefunden werden, um Leitungslängen zu minimieren und Kosten zu senken.
Wartung, Abrechnung, Support – alles geregelt
Ein Wartungs- und Servicevertrag mit den Stadtwerken Bochum sorgt für einen zuverlässigen Betrieb. Die digitale Ladeplattform gewährleistet eine transparente Abrechnung und ermöglicht eine bequeme Steuerung der Nutzung. Die klare Rollenverteilung zwischen Wohnungsunternehmen und Energieversorger schafft Effizienz und minimiert den Verwaltungsaufwand.
Empfehlung an andere Wohnungsunternehmen
Die VBW empfiehlt, auf skalierbare Systeme mit Lastmanagement zu setzen. Wichtig ist auch, realistische Annahmen zur Nutzung zu treffen. In Bestandsquartieren der VBW haben sich Sharing-Modelle durchgesetzt – diese ermöglichen wirtschaftlich tragfähige Lösungen auch bei (einem aktuell noch) begrenzten Bedarf.
Die Projekte der VBW zeigen eindrucksvoll, wie Ladeinfrastruktur in der Wohnungswirtschaft nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich und organisatorisch erfolgreich umgesetzt werden kann. Durch strategische Partnerschaften, durchdachte Planung und smarte Technik wird Elektromobilität für Mieter*innen alltagstauglich – ein Vorbild für viele andere Wohnungsunternehmen in NRW.
Gestalten Sie die Mobilitätswende aktiv mit und werden Sie Teil von „Zuhause laden in NRW“! Jetzt informieren und Ladeinfrastruktur vor der eigenen Haustür realisieren.
Foto: Norbert Finken, VBW Bauen und Wohnen GmbH
Elektromobilität für alle Stellplätze: Wie HEIMLADEN eine Wohnanlage in Köln fit für die Zukunft macht
In Köln-Ehrenfeld hat die HEIMLADEN GmbH eine Wohnanlage mit Ladeinfrastruktur für alle 66 Stellplätze ausgestattet – zukunftssicher, nutzerfreundlich und dank NRW-Förderung kosteneffi-zient. Das Unternehmen ist Teil der Kampagne „Zuhause laden in NRW“ und zeigt, wie Elektromobilität erfolgreich in der Wohnungswirtschaft umgesetzt werden kann.
Ein Vorzeigeprojekt für die Wohnungswirtschaft
Im Herzen von Köln-Ehrenfeld realisierte die HEIMLADEN GmbH gemeinsam mit der Wohnungseigentümergemeinschaft „PANDION FÜNF FREUNDE“ ein zukunftsweisendes Ladeinfrastrukturprojekt: Innerhalb von nur zwei Monaten wurden alle 66 Stellplätze der Wohnanlage vollständig elektrisch erschlossen. Bisher wurden 20 Wallboxen installiert und aktiv genutzt – unterstützt durch die NRW-Förderprogramme für Ladeinfrastruktur in der Wohnungswirtschaft.
Flexibel, fair, förderfähig
Mit einem intelligenten System aus dynamischem Lastmanagement, LTE-Konnektivität und modularer Ladeinfrastruktur bieten sich den Bewohnerinnen und Bewohnern individuelle Wahlmöglichkeiten: Eigentümer:innen und Mieter:innen entscheiden selbst, ob sie eine Wallbox kaufen oder im Abo nutzen möchten – inklusive Grünstrom und Betriebsservice. Die Abrechnung erfolgt kWh-genau und eichrechtskonform, individuell pro Nutzer:in.

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Gute Zusammenarbeit – vom Beirat bis zur Hausverwaltung
Die Eigentümergemeinschaft spielte bei Planung und Umsetzung eine entscheidende Rolle: Der Beirat arbeitete aktiv an der Anbieterwahl und Durchführung mit. Präsentationen, digitale Informationsangebote und ein transparenter Projektablauf sorgten für hohe Akzeptanz. Eine professionelle Hausverwaltung unterstützte zusätzlich den zügigen Beschlussprozess.
Herausforderungen smart gelöst
Trotz begrenztem Hausanschluss und vorhandener Alt-Ladeinfrastruktur konnte das System durch ein dynamisches Lastmanagement optimal angepasst werden. Die elektrische Erschließung erfolgte auf Basis eines Flachkabelsystems – platzsparend und effizient. Dank frühzeitiger Planung und klarer Kommunikation wurden rechtliche und organisatorische Hürden beim Aufbau schnell überwunden.
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Mehr als Technik: Ein Modell mit Signalwirkung
Die HEIMLADEN GmbH bringt mit diesem Projekt nicht nur Strom an die Stellplätze, sondern zeigt, wie Elektromobilität in Mehrfamilienhäusern gelingt. Die gewonnenen Erfahrungen sind bereits in einen Leitfaden für weitere Wohnungseigentümergemeinschaften eingeflossen – inklusive Vorlagen zur Bedarfsanalyse und Beschlussfassung.
Teil der NRW-Kampagne „Zuhause laden“
Das Kölner Projekt bzw. die HEIMLADEN GmbH sind Teil der Kampagne „Zuhause laden in NRW“ des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Projekt in Köln-Ehrenfeld beweist eindrucksvoll, wie Wohnungswirtschaft und Elektromobilität erfolgreich zusammengehen – gefördert, flexibel und zukunftssicher.
Jetzt Kampagnenpartner werden!
Teilen Sie Ihre Best-Practice aus der Wohnungswirtschaft – und gestalten Sie die Mobilitätswende mit. Schreiben Sie uns gerne unter info@ elektromobilitaet.nrw.
Foto & Header: Tim Laermann, HEIMLADEN GmbH
Nachhaltige E-Mobilität im Bestand der Wohnungsgenossenschaft
Die Energiewende beginnt vor der eigenen Haustür – das zeigt die BAUVEREIN GREVENBROICH eG eindrucksvoll. Im Rahmen ihres langfristigen Klimapfads hat die größte Wohnungsgenossenschaft der Stadt ein zukunftsweisendes Projekt zur Förderung der Elektromobilität umgesetzt – trotz technischer und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Tradition trifft Zukunft
Die BAUVEREIN GREVENBROICH eG besteht seit 1925. Sie bewirtschaftet rund 1.700 Wohnungen mit einer Wohnfläche von mehr als 108.000 m² und zählt über 2.200 Mitglieder. Als größte Wohnungsanbieterin in Grevenbroich beschäftigt das Unternehmen derzeit 29 Mitarbeitende und treibt einen strategisch verankerten Klimapfad zur nachhaltigen Entwicklung seines Wohnungsbestands aktiv voran. Dazu gehört unter anderem auch der Aufbau zukunftsfähiger Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Ladeinfrastruktur im Bestand – erste Erfahrungen aus der Umsetzung
Im Zuge energetischer Sanierungsmaßnahmen in mehreren Wohnanlagen – etwa zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Unterstützung langfristiger Dekarbonisierungsziele – wurde ergänzend Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Diese Entscheidung beruhte auf dem Selbstverständnis der Genossenschaft, auch im Bereich nachhaltiger Mobilität einen Beitrag zur Daseinsvorsorge für ihre Mitglieder und Mieter:innen zu leisten. Ziel war es, alltagstaugliche Lademöglichkeiten bereitzustellen. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit der NEW Energie GmbH, die neben der technischen Ausstattung auch Betrieb, Abrechnung sowie Support und Wartung übernimmt. Die Nutzung erfolgt über eine nutzerspezifische Plattform.


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Hürden, Lösungen und ein durchdachtes Modell
Der Weg dorthin war jedoch alles andere als einfach: Veraltete Hausanschlüsse, die fehlende Nähe zwischen Stellplatz und Gebäude sowie notwendige Erdarbeiten machten das Vorhaben aufwändiger als ursprünglich angenommen. Auch rechtlich und buchhalterisch war die Umsetzung komplex: Eichfristen, Abrechnungsmodelle, Servicehotlines – und die Frage, wie die Kosten gerecht verteilt werden können. Eine einfache Umlage auf die regulären Betriebskosten? Nicht möglich. Einzelabrechnungen? Kaum finanzierbar.
Schlussendlich wurde ein Betreibermodell mit klarer Aufgabenverteilung entwickelt. Die BAUVEREIN GREVENBROICH eG stellte die Infrastruktur bereit und erhielt dafür eine anteilige Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Nach Fertigstellung wurden die Ladeplätze an die NEW Energie GmbH verpachtet; die Erlöse fließen anteilig an die Genossenschaft zurück.
Ein ambitioniertes Konzept – dessen Chancen noch entdeckt werden wollen
Trotz der erfolgreichen Umsetzung blieb die Nutzung der Ladeinfrastruktur bislang hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt wurden elf Ladesäulen mit 22 Ladepunkten an mehreren Standorten im Stadtgebiet installiert. Der tatsächliche Zuspruch aus der eigenen Mieterschaft ist jedoch gering. Die Anlagen werden derzeit überwiegend von externen Nutzer:innen in Anspruch genommen.
Auch wenn Elektromobilität langfristig eine größere Rolle spielen dürfte, zeigen die bisherigen Erfahrungen: Der Bedarf innerhalb des Bestands ist aktuell noch begrenzt. Der Ausbau wurde dennoch bewusst strategisch angestoßen – als strukturelle Vorbereitung auf künftige Entwicklungen, nicht als Reaktion auf konkrete Einzelanfragen.
Fazit: Veränderung gelingt nur gemeinsam
Die BAUVEREIN GREVENBROICH eG ist sich der Bedeutung nachhaltiger Mobilität im genossenschaftlichen Wohnungsbau bewusst und setzt sich aktiv für Veränderung ein. Doch Veränderung braucht Zeit – und die Bereitschaft aller Beteiligten, ihren Beitrag zu leisten. Es kann herausfordernd und ernüchternd sein, wenn Angebote und Ideen nicht sofort die erhoffte Resonanz finden. Nachhaltige Mobilität gelingt nur, wenn alle – von Vermietenden über Mietende bis hin zu Partnern und Kommunen – gemeinsam Verantwortung übernehmen und handeln.
Denn die Mobilitätswende beginnt dort, wo Menschen leben – und nur durch gemeinsames Engagement können echte Fortschritte erzielt werden.
Werden Sie Teil von „Zuhause laden in NRW“ und unterstützen Sie die Mobilitätswende – informieren Sie sich jetzt und bringen Sie Ladeinfrastruktur direkt vor Ihre Haustür.
Foto 1: Wolf Busch
Foto 2: BAUVEREIN GREVENBROICH eG
Immobilie in Dortmund wird E-Mobilitäts-Vorzeigeprojekt
Vier Ladepunkte, kurzer Projektzeitraum und nahtlose Integration – Beispiel aus der Lütgendortmunder Straße zeigt, wie E-Mobilität in Bestandsgebäuden gelingt.
Schnelle Umsetzung dank klarer Strukturen
In der Lütgendortmunder Straße in Dortmund ist innerhalb von nur drei Monaten ein Vorzeigeprojekt für Ladeinfrastruktur realisiert worden. Ein regionales Immobilienunternehmen ließ an seinem gemischt genutzten Wohn- und Geschäftshaus vier eichrechtskonforme AC-Wallboxen installieren. Die technische Steuerung, Überwachung und Abrechnung übernimmt das digitale Backend des Abrechnungsspezialisten vaylens.
Das Gebäude liegt in einem gemischten Wohn- und Gewerbegebiet und umfasst zehn Wohn- sowie vier Gewerbeeinheiten – darunter eine Praxis und ein Einzelhandelsgeschäft. Die Nachfrage nach Lademöglichkeiten kam sowohl von privaten Mieter:innen als auch von gewerblichen Nutzer:innen. Zugleich passte das Projekt perfekt in die ESG-Strategie des Eigentümers (ESG = Umwelt (Environment), Soziales (Social) sowie Unternehmensführung (Governance). Laut Hausverwaltung war keine aufwendige Überzeugungsarbeit nötig, da das Projekt intern von Anfang an auf positive Resonanz stieß.

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Technische Ausstattung und Partnernetzwerk
Für die Umsetzung arbeitete der Eigentümer eng mit vaylens, einem Installationspartner und einem unabhängigen Energieberater zusammen. Neben den Wallboxen mit OCPP-Schnittstelle (Open Charge Point Protocol, Kommunikationsstandard für den Austausch von Daten) wurde ein lokales, dynamisches Lastmanagement eingerichtet, um die Netzbelastung zu optimieren. Die größte Herausforderung bestand in der Koordination der beteiligten Gewerke sowie in der baulichen Ertüchtigung der Tiefgarage. Durch enge Abstimmung aller Beteiligten konnten diese Punkte termingerecht gelöst werden.
Digitale Abrechnung ohne Mehraufwand für die Verwaltung
Die Abrechnung erfolgt nutzerbezogen über die App „eCharge+“ von vaylens. Mieter:innen können bequem per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift zahlen. Der Eigentümer erhält quartalsweise eine gebündelte Auszahlung der Ladeumsätze.
Eine zusätzliche Schnittstelle zur Hausverwaltungssoftware ist nicht erforderlich: Alle Abrechnungs- und Reportingfunktionen sind direkt im Portal integriert. Damit eignet sich die Lösung auch für größere Wohnanlagen oder Wohneigentumsgemeinschaften.
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Rechtssicherheit und Support im Betrieb
Im Projektverlauf wurden sämtliche rechtlichen und technischen Anforderungen erfüllt – von der Datenschutzkonformität bis zum Mess- und Eichrecht. Auch die Interessen der Gewerbemieter:innen wurden berücksichtigt. Für den laufenden Betrieb sorgt ein fester Wartungsvertrag mit einem Servicepartner. Störungen können per Hotline oder E-Mail gemeldet werden und werden digital im System erfasst. Eine automatische Weiterleitung sorgt für schnellen Service vor Ort.
Positive Bilanz und Empfehlung für Nachahmer
Sowohl Eigentümer als auch Mieter:innen ziehen ein positives Fazit: Die Abrechnungslösung ist einfach, die Nutzerintegration verlief reibungslos, und der Projektablauf war effizient.
Vaylens empfiehlt für ähnliche Vorhaben, Verwaltung, Technikpartner und Nutzer frühzeitig einzubinden. Das erleichtert die Planung, vermeidet Missverständnisse und sorgt für einen zügigen Rollout.
Zudem hat vaylens die wertvollen Erkenntnisse des Vorhabens in Dortmund im Rahmen des Whitepapers „Community Charging für Mehrfamilienhäuser – Elektroautos zuhause laden“ gebündelt. Das Arbeitspapier hilft interessierten Wohnungsbauunternehmen, Wohneigentumsgemeinschaften sowie Mieter:innen, die sich anfänglich mit den Lösungsansätzen für den Aufbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur beschäftigen und legt dabei besonderen Fokus auf die Verwaltung und Abrechnung mit den einzelnen Mieter:innen.
Jetzt handeln: Zuhause laden in NRW
Das Dortmunder Projekt zeigt, dass sich Ladeinfrastruktur auch in Bestandsgebäuden schnell, rechtssicher und wirtschaftlich umsetzen lässt. Wer als Eigentümer:in oder Wohnungswirtschaftsunternehmen in Nordrhein-Westfalen in Ladepunkte am Wohnort investiert, steigert den Wert seiner Immobilie, erhöht die Attraktivität für Mieter und leistet einen aktiven Beitrag zur Verkehrswende.
Die Landesinitiative „Zuhause laden in NRW“ informiert über technische, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte sowie mögliche Förderoptionen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um den Grundstein für komfortables, nachhaltiges Laden direkt vor der Haustür zu legen – und so Mieter:innen den Umstieg auf E-Mobilität deutlich zu erleichtern.
Foto: andov – stock.adobe.com
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Ladeinfrastruktur für die Zukunft: WallboxNow elektrifiziert Tiefgarage in Köln
In Köln hat die WallboxNow GmbH eine Tiefgarage mit moderner Ladeinfrastruktur ausgestattet – effizient, skalierbar und zukunftssicher. Von insgesamt 60 Stellplätzen wurden 40 mit Ladestationen versehen, 20 weitere Stellplätze vorgerüstet. Damit ist die Wohnanlage optimal auf die steigende Nachfrage nach Elektromobilität vorbereitet.
Ein Modellprojekt für Wohnanlagen
Das Projekt zeigt, wie auch bestehende Tiefgaragen zuverlässig elektrifiziert werden können. WallboxNow installierte auf zwei Ebenen der Tiefgarage fünf Flachkabelstränge mit insgesamt 60 Rückplatten. So wurde die Grundlage geschaffen, zusätzliche Ladepunkte jederzeit ohne erneute Bauarbeiten nachzurüsten. Diese vorausschauende Planung spart Zeit und Kosten und sorgt zugleich für eine bedarfsgerechte Erweiterbarkeit.
Technische Herausforderungen smart gelöst
Bei der Elektrifizierung von Bestandsimmobilien spielen Stromkapazität und Datenanbindung zentrale Rollen. Um eine stabile und effiziente Nutzung zu gewährleisten, kommt bei den 40 Ladepunkten ein intelligentes Lastmanagementsystem zum Einsatz. Dieses verteilt die verfügbare Leistung innerhalb des Hauses dynamisch auf die aktiven Stationen bzw. Verbrauchsstellen und gleicht Lasten sowie Phasen automatisch aus.

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Ein besonderes Merkmal des Projekts: Die Datenkommunikation erfolgt über Powerline Communication (PLC). Hierbei laufen Strom- und Datenübertragung über die vorhandenen Leitungen – zusätzliche Kabel für eine Internetanbindung waren nicht erforderlich. Das Ergebnis: eine belastbare, kosteneffiziente und zukunftssichere Lösung.
Zuverlässigkeit durch robuste Technik
Die eingesetzten Ladestationen von WallboxNow sind auf langfristige Nutzung ausgelegt. Eine fünfjährige Garantie sowie regelmäßige Software-Updates über das Internet stellen sicher, dass die Technik dauerhaft aktuell bleibt. So können Bewohnerinnen und Bewohner ihre Elektrofahrzeuge zuverlässig und komfortabel laden – heute und in Zukunft.
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Mehr als Technik: Ein Projekt mit Signalwirkung
Die Umsetzung in Köln zeigt, wie sich Elektromobilität auch in bestehenden Tiefgaragen erfolgreich realisieren lässt. Das Projekt vereint durchdachte Planung, technische Innovation und eine klare Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer. Es verdeutlicht, wie Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern wirtschaftlich und nachhaltig umgesetzt werden kann.
Teil der NRW-Kampagne „Zuhause laden“
WallboxNow ist Partner der Kampagne „Zuhause laden in NRW“ des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel der Kampagne ist es, die Ladeinfrastruktur in der Wohnungswirtschaft auszubauen und erfolgreiche Beispiele sichtbar zu machen.
Das Kölner Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Elektromobilität und Wohnungswirtschaft Hand in Hand gehen – effizient, flexibel und zukunftssicher.
Foto: WallboxNow GmbH




