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Stadt Aachen fördert Elektromobilität: Sechs Millionen Euro für neue Ladeinfrastruktur

Aachen macht Tempo bei der Verkehrswende: Der Mobilitätsausschuss hat ein städtisches Förder-programm beschlossen, das den Ausbau von Ladeinfrastruktur auf privaten Unternehmensflächen unterstützt. Ziel ist es, den Umstieg auf Elektromobilität in der Wirtschaft voranzubringen und so die Klimaziele der Stadt zu erreichen. Unternehmen erhalten attraktive Zuschüsse – etwa für Wallbo-xen, AC- und DC-Ladesäulen. Eine Infoveranstaltung klärt über Details und Antragstellung auf.

© Stadt Aachen/Conor Crowe

Auf dem Weg zur klimafreundlichen Mobilität
Aachen treibt die Elektromobilität voran: Der Mobilitätsausschuss hat Ende Juni ein neues Förderprogramm beschlossen. Unter dem Titel „Aachen fährt elektrisch“ sollen Unternehmen gezielt unterstützt werden, wenn sie Ladeinfrastruktur auf ihren – öffentlich zugänglichen – Grundstücken installieren oder ihren Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umstellen. Das Programm ist Teil des Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKSK) der Stadt.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen betont die Bedeutung dieser Maßnahme: Die Elektromobilität sei ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Gemeinsam mit dem Umbau der städtischen Infrastruktur steigere sie nicht nur den Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch die Lebensqualität in Aachen – durch weniger Lärm, Abgase und Staus sowie mehr Raum für Rad- und Fußverkehr.

Aachen liegt über dem Bundesdurchschnitt
Auch Stadtbaurätin Frauke Burgdorff sieht Aachen auf einem guten Weg: Bereits im ersten Quartal 2025 waren rund 8.700 batterieelektrische oder Plug-In-Fahrzeuge in der Stadt zugelassen – das entspricht 7,5 Prozent aller Pkw und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 5,5 Prozent.

Ein Grund für diesen Erfolg: Aachen baut die Ladeinfrastruktur gezielt und vorausschauend aus. Von 2018 bis 2023 entstanden 670 Ladepunkte, 380 davon sind öffentlich zugänglich. Ende 2024 waren es bereits mehr als 800. Diese Entwicklung soll nun weiter forciert werden – mit städtischen Fördermitteln.

So funktioniert das neue Förderprogramm
Für den Zeitraum 2025 bis 2030 stellt die Stadt rund sechs Millionen Euro bereit. Damit sollen sowohl Wechsel- als auch Gleichstrom-Ladepunkte gefördert werden – insbesondere auf Unternehmensgrundstücken, etwa auf Kundenparkplätzen. Auch die Umstellung von Firmenfuhrparks auf E-Mobilität ist förderfähig.

Je nach Ladeart sind folgende Fördersummen vorgesehen:

  • Wallboxen (AC ≤ 22 kW): 1.250 € pro Ladepunkt
  • Ladesäulen (AC ≤ 22 kW): 2.500 € pro Ladepunkt
  • DC-Ladesäulen (50–150 kW): 20.000 € pro Ladesäule
  • HPC-Ladesäulen (≥ 150 kW): 50.000 € pro Ladesäule

Bis 2031 erwartet die Stadt jährlich eine CO₂-Einsparung von bis zu 11.000 Tonnen – das entspricht etwa zehn Prozent der Einsparziele im Mobilitätsbereich des Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK).

Weitere Informationen und Antragsunterlagen gibt es unter:
https://www.aachen.de/in-aachen-leben/mobilitaet-verkehr/mobilitaetskonzepte/elektromobilitaet/aachen-faehrt-elektrisch/

Foto: Stadt Aachen/Conor Crowe

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