Gibt es ausreichend Strom?

Je mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, desto mehr Strom wird benötigt. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und des Stromnetzes wird auch in Zukunft sichergestellt, dass überall ausreichend Ökostrom zur Verfügung steht.


 

 

Auswirkungen auf den Stromverbrauch

Kritiker werfen oft die Frage auf, ob die bestehende Strommenge für eine Vielzahl an Elektrofahrzeugen ausreichend ist und schüren damit Angst bei potenziellen Nutzerinnen und Nutzern. Diese Angst ist unbegründet.
Würden von heute auf morgen eine Million Elektro-Fahrzeuge (battery electric vehicle, BEV) lautlos auf unseren Straßen dahinrollen, würde das den Strom-bedarf um gerade einmal 0,5 % (+2,75 TWh, 1 TWh = 1 Milliarde kWh) steigern – für das bestehende Stromnetz überhaupt kein Problem.

 

 

Ausreichende Stromerzeugung

Zeitgleich steigt die Strommenge aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Wasser kontinuierlich an. 2018 wurde zum ersten Mal mehr Ökostrom als Kohlestrom produziert. Und 2019 erreichte der Ökostrom-Anteil stolze 46 %. Im Jahr zuvor waren es noch 41 %.
Allein 2019 erhöhte sich die Menge an Ökostrom um 17 TWh – genug Strom für mehr als 6 Millionen Elektrofahrzeuge.
Das Fraunhofer-Institut zeigt dazu tagesaktuell die → Anteile der verschiedenen Energieträger.

 

 


 

 

Herausforderung an das Stromnetz

Ein Elektrofahrzeug, das im Jahr 25.000 Kilometer zurücklegt, verbraucht ungefähr so viel Strom, wie ein Vierpersonenhaushalt im selben Zeitraum. Wenn dieser zusätzliche Bedarf an Energie immer genau zu den Spitzenzeiten abgerufen werden sollte, könnte es in der Tat zu Lastspitzen kommen, die das Stromnetz nicht tragen kann.
Finden die Ladevorgänge allerdings zu verbrauchs-armen Zeiten, zum Beispiel nachts statt, könnte das Netz damit sogar entlastet werden, da zu diesen Zeiten häufig ein Überangebot an Energie vorliegt.
 

E-Lader.

 

 

Die Herausforderung, die sich damit in der Zukunft stellt, ist weniger die Stromerzeugung, sondern die Verteilung. Einerseits auf der Hochspannungsebene, um hier der Strom aus den Windkraftanlagen im Norden in den verbrauchsstarken Süden zu leiten. Und andererseits auf der Niederspannungsebene in den Verteilnetzen, in denen Wohnhäuser, PV-Anlagen und Elektrofahrzeuge das Netz zu sehr unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich stark belasten. Ein Ausbau der Energietrassen und eine intelligente Steuerung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch (Smart Grid) sind daher mittelfristig unumgänglich.

 

 

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