Der Startschuss ist gefallen: Im Jahr 2023 starten die unter dem Dach der WVG-Gruppe agierenden Busunternehmen RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, RVM Regionalverkehr Münsterland GmbH, VBK Verkehrsbetrieb Kipp GmbH und VKU Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH die Antriebswende.
Zwischen der niederländischen Grenze im Westen und dem Hochsauerland im Osten werden zukünftig rein batterie-elektrische bzw. Brennstoffzellenbusse beschafft. „Aktuell haben wir ein Los von 75 Bussen für die Jahre 2023 bis 2025 europaweit ausgeschrieben. Die Bietergespräche laufen“, so Geschäftsführer André Pieperjohanns. Für den Kreis Warendorf wird auch ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb beschafft.
Für die überwiegend im Regionalverkehr tätige kommunale Unternehmensgruppe war die Entscheidung, die Antriebswelle anzugehen, keine Ad-hoc-Entscheidung. „Sie war sauber abzuwägen, denn wichtigste Voraussetzung ist, dass der Fahrzeugmarkt serienreife Busse anbietet, und mit Zwischenladungen lassen sich auch die langen Laufleistungen im ländlichen Raum meistern“, führt Pieperjohanns aus. Diese Busse stünden nun am Markt zur Verfügung.
Doch nicht nur in die Fahrzeuge investiert die Unternehmensgruppe. Die Betriebshöfe der Gruppe, aber auch fremdangemietete Abstellplätze, müssen umfangreich umgebaut werden, um Platz für die Ladeinfrastruktur und das damit verbundene Energiemanagement zu schaffen. Der Strom muss grün sein, wenn die Antriebswende auch einen Effekt im Sinne der Abmilderung der Folgen des Klimawandels haben soll. Und die Unternehmen denken weiter: Selbst hergestellter Solarstrom deckt nicht nur den Bedarf der Busflotte, er hilft auch, die elektrische Versorgung der Gebäude vom stark gestiegenen Strompreis unabhängiger zu machen. Dazu das Resümee von Pieperjohanns: „Insgesamt stehen wir vor großen Umwälzungen, die wir in den kommenden Jahren angehen. Diesen Weg haben wir eng mit unseren Eigentümern abgestimmt, um Teil der Lösung bei der Antriebswende zu sein.“
Foto & Header: Wolfgang Detemple





