"Elektrofahrzeuge sind über Ladesäulen mit vielen Infrastrukturkomponenten vernetzt. Sicherheitsfragen betreffen deshalb nicht nur das Elektrofahrzeug an sich, sondern auch die Anbindung zum intelligenten Energienetz (Smart Grid) oder zu Backendsystemen zum Abrechnen von Ladevorgängen. Herausforderungen stellen z.B. der Schutz vor Stromdiebstahl, Verhinderung von Angriffen aber auch das Unterbinden von Bewegungsprofilen durch Aufzeichnung der genutzten Ladesäulen dar.
Schutz vor Stromdiebstahl, Verhinderung von Angriffen, Unterbinden von Bewegungsprofilen
Im Projekt DELTA (Datensicherheit und -Integrität in der Elektromobilität beim Laden und eichrechtkonformen Abrechnen) werden zunächst relevante Anwendungsfälle und eine Referenzarchitektur definiert. Basierend darauf entwickeln die Experten des Fraunhofer SIT ein Schutzprofil und technische Richtlinien, die Anforderungen und Maßnahmen für sichere und datenschutzwahrende Lade- und Abrechnungsvorgänge definieren. Das Schutzprofil wird im Prototyp einer sicheren Ladesäule umgesetzt. Folgende Aspekte werden dabei u.a. untersucht:
- Absicherung der Kommunikation zwischen Ladesäule und Fahrzeug durch Weiterentwicklung des Standards ISO/IEC15118
- Absicherung der Ladesäule und des Ladecontrollers im Fahrzeug gegen unberechtigte Manipulation und Zugriff
- Definition und Einbindung eines Sicherheitsmoduls in den Ladecontroller und die Ladesäule
- Absicherung der Kommunikation mit den Backendsystemen, Public-Key-Infrastruktur, Sicherheit der Backendsysteme
- neue Standards für Hersteller
Schutz vor Manipulationen
Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen Herstellern von Elektrofahrzeugen und Ladesäulen sowie Infrastrukturanbietern helfen, ihre Produkte gegen Manipulation zu schützen. Die im Rahmen des Projektes DELTA entwickelten Lösungen sind deshalb von entscheidender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie vom Fahrzeughersteller über Zulieferer bis hin zu Anbietern verwandter Branchen. Projektpartner und -laufzeit Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und ist Teil des Förderprogramms „ELEKTRO POWER II: Elektromobilität – Positionierung der Wertschöpfungskette“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Projektpartner sind der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE), das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), die RWE International SE, die Technische Universität Dortmund und die Webolution GmbH."





