Mit einer Ladeleistung von bis zu zwei Megawatt zählt der Standort zu den ersten Anlagen in Deutschland, an denen das Megawatt-Laden für schwere Nutzfahrzeuge unter realen Einsatzbedingungen erprobt wird. Geplant sind zwei voneinander unabhängige Ladeplätze, an denen sowohl der etablierte CCS-Standard als auch das künftig für den Fernverkehr wichtige Megawatt Charging System (MCS) zum Einsatz kommen.
Teil eines bundesweiten Forschungsverbunds
Der Standort Hamm ist Teil des bundesweiten Projekts HoLa (Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr). In dem Verbund arbeiten 25 Partner aus Industrie und Forschung gemeinsam daran, die Voraussetzungen für den elektrischen Lkw-Fernverkehr zu schaffen. Zu den beteiligten Einrichtungen gehören unter anderem die Technische Universität Dortmund und Fraunhofer.
Entlang der Autobahn A2 zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin entsteht im Rahmen des Projekts eine Ladeinfrastruktur, die den Einsatz batterieelektrischer Lkw auf Langstrecken unterstützen soll. Die Standorte dienen dabei nicht nur als Ladepunkte, sondern auch als Reallabore für den zukünftigen Ausbau der Infrastruktur.
Forschung unter Praxisbedingungen
Ziel des Projekts ist es, zu untersuchen, wie sich batterieelektrische Lkw zuverlässig und wirtschaftlich im Fernverkehr einsetzen lassen. Dafür werden Ladeinfrastruktur, Netzanschlüsse und Fahrzeuge im laufenden Betrieb erprobt und wissenschaftlich begleitet.
Der Standort in Hamm übernimmt dabei eine wichtige Rolle. Durch die Erprobung von Hochleistungs- und Megawatt-Ladetechnologien können Erkenntnisse zu Betrieb, Nutzeranforderungen und Infrastrukturplanung gewonnen werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den zukünftigen Ausbau von Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge zu unterstützen und die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs voranzubringen.
Mit dem Ausbau in Hamm wird deutlich, wie Infrastrukturentwicklung und Forschung zusammenwirken können, um den Hochlauf der Elektromobilität im Güterverkehr zu beschleunigen.





