Für die Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen ist das ein bemerkenswertes Signal: Denn hier geht es nicht um Ladesäulen auf einem Parkplatz, sondern um die konsequente Umstellung eines komplexen Verkehrsknotenpunkts.
Konkret entsteht auf den Vorfeldern neue Ladeinfrastruktur mit 38 zusätzlichen Ladepunkten für E-Fahrzeuge und elektrisch betriebene Geräte – inklusive dem notwendigen Ausbau der Energieinfrastruktur dahinter. Auf dem restlichen Flughafengelände kommen weitere 86 Ladestationen hinzu, zusätzlich zu neuen Ladepunkten für elektrische Busse. Parallel dazu werden 15 dieselbetriebene Bodenstromaggregate durch elektrische Alternativen ersetzt – eine der direktesten Maßnahmen zur Emissionsminderung im Flughafenbetrieb.
Was dieses Projekt auszeichnet: Elektromobilität wird hier nicht als Einzelmaßnahme gedacht, sondern als Teil der gesamten Betriebsinfrastruktur – von der Fahrzeugflotte über die Abfertigungsgeräte bis zur Energieversorgung auf dem Vorfeld. Das ist ein anderer Ansatz als vielerorts, und er zeigt, was möglich ist, wenn Elektrifizierung strukturell mitgedacht wird.
Unterstützt wird das Programm durch eine EU-Förderung von 9,75 Millionen Euro – ein Hinweis darauf, dass solche Projekte nicht nur lokal relevant sind, sondern im Kontext europäischer Klima- und Verkehrspolitik eine Rolle spielen.
Für die Elektromobilität in NRW ist dieses Projekt mehr als ein weiterer Schritt – es ist ein Impulsgeber. Es zeigt, dass elektrische Lösungen auch in energieintensiven und hochkomplexen Infrastrukturen funktionieren und skalierbar sind. Und es stärkt die Rolle Nordrhein-Westfalens als Standort, der die Mobilitätswende nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet.
Die Pressemitteilung des Flughafens Köln/Bonn finden Sie hier.
Foto: Airport Köln Bonn





