Am 9. Juli fand in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW in Recklinghausen das 6. Ruhr-Symposium zur Zukunft der Mobilität statt. Unter dem Motto „Mobilität im Wandel“ hörten rund 100 Anwesende Vorträge zu verschiedenen Aspekten des Klimaschutzes in unterschiedlichen Bereichen der Mobilität.
Peter Knitsch, Staatssekretär im Klimaschutzministerium, betonte in seinem Grußwort das hohe Engagement seines Hauses in diesem Punkt: „Das Klimaschutzministerium hat ein großes Interesse daran, mit den Akteuren im Bereich Verkehr und Mobilität in Kontakt zu bleiben und sie in ihrem Bestreben zu unterstützen, die Emissionen weiter zu senken.“
Dr. Sylke Ternath, ebenfalls vom Klimaschutzministerium, verdeutlichte in ihrem Vortrag, dass für die Zukunft Strategien geben muss, der zu erwartenden Steigerung der CO2-Emissionen entgegen zu wirken. „Weniger Auto, mehr Bahn, Bus, zu Fuß gehen und öffentlicher Vergehen“, könne das Motto lauten, so Frau Dr. Ternath. „Saubere Luft durch beste Abgastechnik bei Industrieanlagen und Motoren, umweltfreundliche Mobilität, Energiesparen und Nutzung sauberer Energieträger“ sollten die Maßgaben für die Zukunft sein.
„Wir fühlen uns als Autobauer dazu verpflichtet, im Sinne der Umwelt umzudenken und die Mobilität neu zu erfinden. Es ist wichtig, dass wir daran arbeiten“, war die einleitende Kernaussage von Bèatrice Degand-Wego, die das Engagement von Renault Deuschland im Bereich der Elektromobilität vorstellte. „Mit Fluence, Kangoo, Twizy und Zoe hat Renault aktuell bereits vier vollelektrisch betriebene Fahrzeuge an – von Quad über zwei PKWs bis hin zum kleinen Nutzfahrzeug.
Michael Lohmeier, Vice President Deutsche Post DHL, stellte die Klimaschutz-Bemühungen in seinem Unternehmen vor und verdeutlichte die Schwierigkeiten dieses Prozesses. „Wenn Sie Klimaschutzziele in der Zukunft erreichen wollen, müssen Sie quasi ab sofort jegliches Wachstum klimatechnisch neutralisieren.“ In seinem Hause setze man auf die Schlagworte „Burn Less“ und „Burn Clean“ – soweit die Umsetzung dieser Ziele heute schon möglich ist. Aerodynamik, Alternative Antriebe und Elektronik seien die drei Felder, deren neue Erkenntnisse Deutsche Post DHL zur Senkung ihrer CO2-Emissionen nutzen möchte.
Eines der herausragenden Projekte in diesem Zusammenhang ist der Bau des StreetScooter, eines rein batteriebetriebenen Fahrzeugs, das von der ersten Schraube an auf die Anforderungen der Elektromobilität ausgerichtet wurde. Die ersten 50 StreetScooter werden in Kürze an die Deutsch Post DHL ausgeliefert, um dann in Bonn erstmalig im großen Stil eingesetzt zu werden.
Zahlreiche weitere Referenten komplettierten das breite Vortragsportfolio der Veranstaltung. Eine Neuauflage 2014 ist in Aussicht.
6. Ruhr-Symposium "Mobilität im Wandel"
Interessanter Überblick über das gesamte Thema in Recklinghausen




