Stromimporte

Wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland weiter voranschreitet und zeitgleich Kohle- und Atomkraftwerke abgeschaltet werden, kommt unweigerlich die Frage auf, woher der Strom kommt, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht.
Muss Deutschland seinen Strom dann teuer importieren – im schlimmsten Fall aus Atom- und Kohlekraft?


 

 

Trotz Stromimporte keine Abhängigkeit vom Ausland

Obwohl bereits 60 Prozent der deutschen → Netto-Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien stammt, ist Deutschland weiterhin nicht auf Strom aus dem Ausland angewiesen, um den Bedarf zu decken.
Die gestiegenen Stromimporte der letzten Jahre haben tatsächlich rein wirtschaftliche Gründe:
Strom aus Erneuerbaren Energien im Ausland ist einfach günstiger als heimischer Strom aus Kohle, Öl und Gas. Die fossile Stromerzeugung ist 2023 daher im Vergleich zu 2022 auch um fast 25 Prozent (-50 TWh) gesunken (Quelle).

Dieser Zusammenhang wird ebenfalls deutlich, wenn man auf die Länder schaut, aus denen mehr Strom importiert als in diese exportiert wird – hier sind v. a. Ländern mit hohem Ökostrom-Anteil wie z. B. Dänemark, Norwegen und Schweden vertreten (Quelle).
Der häufig angeführte Atomstrom aus Frankreich macht aktuell 2 Prozent des deutschen Netto-Stromverbrauchs aus (Quelle). Mit dem Ausbau der (günstigeren) Erneuerbaren Energien wird dieser in Zukunft jedoch weiter abnehmen.

 

 

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