Gibt es steuerliche Vorteile?

Neben der Unterstützung bei der Anschaffung werden elektrische Autos auch steuerlich gefördert. Sie sind z. B. für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, Dienstwagen müssen nur noch zur Hälfe besteuert werden und das Laden am Arbeitsplatz sogar gar nicht mehr.


 

 

Kraftfahrzeugsteuer

Elektrofahrzeuge sind bei Erstzulassung zwischen dem 18.05.2011 und dem 31.12.2020 für 10 Jahre von der KfZ-Steuer befreit. Die Befreiung beginnt am Erstzulassungsdatum des jeweiligen Fahrzeugs. Im Falle eines Halterwechsels innerhalb des steuerbefreiten Zeitraums wird dem neuen Fahrzeughalter die Steuerbefreiung für den noch verbleibenden Zeitraum gewährt. Nach Ablauf der Steuerbefreiung ermäßigt sich die zu zahlende Kraftfahrzeugsteuer um 50% (§9 Abs. 2 KraftStG). Elektrofahrzeuge im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes sind nur reine Elektrofahrzeuge incl. Brennstoffzellenfahrzeuge.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 


 

 

Einkommensteuergesetz

Listenpreismethode (1 %-Methode)

Werden Firmenwagen den Mitarbeitern regelmäßig zur privaten Nutzung überlassen, ist dies nach dem Einkommensteuergesetz ein laufender Arbeitslohn, also ein geldwerter Vorteil und damit der Lohnsteuer und der Sozialversicherung zu unterwerfen. Der geldwerte Vorteil ist dabei bisher mit 1 % des inländischen Bruttolistenpreises des Fahrzeugs anzusetzen. Um den höheren Neuwagenpreis von Elektrofahrzeugen für die Versteuerung zu reduzieren, gab es bisher die Möglichkeit, die Kosten für die Batterie vom Fahrzeugpreis abzuziehen. Diese Praxis wird unter dem Begriff "Nachteilsausgleich für Elektrofahrzeuge" zusammengefasst. Dabei verringert sich rechnerisch der anzusetzende Bruttolistenpreis des Elektrofahrzeugs.

Der für die Besteuerung herangezogene Bruttolistenpreis mindert sich nach folgender Tabelle:

Erstzulassung20132014 20152016201720182019202020212022
Minderungsbetrag in €/kWh50045040035030025020015010050
Höchstbetrag in €10.0009.5009.0008.5008.0007.5007.0006.5006.0005.500

Seit 2019 gilt die 0,5%-Methode

Seit dem 1. Januar 2019 wird die Bemessung des geldwerten Vorteils für die Dauer von drei Jahren auf 0,5% halbiert. Die Neuregelung gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge (nach EmoG), die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden. Die Regelung des Nachteilsausgleichs für Elektrofahrzeuge gilt auch weiterhin, kann jedoch nur alternativ zur 0,5 %-Methode genutzt werden.

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

 

 

Nachteilsausgleich Dienstfahrrad

Ebenfalls ab 2019 soll es eine Änderung bei der Besteuerung von Dienstfahrrädern geben, die zur privaten nutzung überlassen wurden. Bisher mussten diese ähnlich wie ein konventioneller Dienstwagen mit der 1%-Regelung als geldwerter Vorteil versteuert werden.
Zeitgleich mit der Halbierung des Steuersatzes für elektrische Dienstwagen soll die Versteuerung für Dienstfahrräder, sowohl elektrische als auch nicht-elektrische, nun komplett entfallen.

 

 

Die neue Regelung ist Teil des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen im Online-Handel und soll für alle ab 1. Januar neu zugelassenen Fahrzeuge gelten.

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

 

 


 

 

Lohnsteuervorteile

Laden Mitarbeiter ihre Elektroautos beim Arbeitgeber, müssen sie den vergünstigten oder kostenlosen Strom nicht mehr als geldwerten Vorteil versteuern. Neben der steuerlichen Besserstellung hat diese Regelung auch wesentliche praktische Auswirkungen. Der Arbeitgeber muss den abgegebenen Strom nicht mehr messen oder berechnen. Der Verwaltungsaufwand entfällt.

Stellt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer kostenfrei oder vergünstigt eine Ladesäule für das Laden Zuhause zur Verfügung, kann dieser Vorteil vom Arbeitgeber pauschal mit 25 % versteuert werden.

Ähnliches gilt bei Zuschüssen des Arbeitgebers für den Erwerb und für Nutzung einer Ladestation durch den Arbeitnehmer.

Alle diese Vergünstigungen gelten nur dann, wenn der Arbeitgeber diese Vorteile zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gewährt.

Diese Regelung ist auf einen Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums.

 

 

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