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Es ist genug Strom für Alle da!

Stromverbrauch von Elektro-Autos wird Netz nicht überfordern - im Gegenteil!

Immer wieder wird unfundierte Kritik schlecht informierter Skeptiker laut, die zunehmende Zahl an Elektro-Fahrzeugen werde das Netz überlasten, da nicht genug Strom vorhanden ist. Diese Behauptung ist falsch.

Ausbau sorgt für Versorgungssicherheit

Ja, es ist vollkommen richtig: Je mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, desto mehr Strom wird benötigt. Durch den Ausbau des Stromnetzes im Allgemeinen und insbesondere der erneuerbaren Energien wird aber auch in Zukunft dafür gesorgt, dass stets ausreichend Strom zur Verfügung steht. Dabei steigt der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien und sinkt der Anteil des Stroms aus fossilen Energieträgern.

Von jetzt auf gleich 1.000.000 Elektrofahrzeuge? Kein Problem!

Würden von heute auf morgen eine Million Elektrofahrzeuge – lautlos und lokal emissionsfrei - auf unseren Straßen dahinrollen, würde das den allgemeinen Strombedarf um gerade einmal 0,5 % steigern – und das wäre für das bestehende Stromnetz überhaupt kein Problem. Eher im Gegenteil: Bereits heute werden rund 12 % (61,3 TWh) des erzeugten Stromes an das Ausland abgegeben, weil er im Land nicht genutzt werden kann – und für die Abgabe dieses Stroms muss teilweise sogar noch bezahlt werden! Der Mehrverbrauch durch 1.000.000 Elektro-Fahrzeuge (+2,75 TWh) wäre so gering, dass er in den jährlichen Schwankungen untergehen würde.

25.000 Kilometer für den Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts

Ein Elektrofahrzeug, das im Jahr 25.000 Kilometer zurücklegt, verbraucht ungefähr so viel Strom, wie ein Vierpersonenhaushalt im selben Zeitraum. Wenn dieser zusätzliche Bedarf an Energie immer genau zu den Spitzenzeiten abgerufen werden sollte, könnte es in der Tat zu Lastspitzen kommen, die das Stromnetz nicht tragen kann. Finden die Ladevorgänge allerdings zu verbrauchsarmen Zeiten - zum Beispiel nachts statt - könnte das Netz damit sogar entlastet werden, da zu diesen Zeiten häufig ein Überangebot an Energie vorliegt. Intelligentes Lademanagement macht genau dies möglich.

Die Herausforderung liegt an anderer Stelle

Die Herausforderung, die sich damit in der Zukunft stellt, ist weniger die Stromerzeugung, sondern die Verteilung. Einerseits auf der Hochspannungsebene, um hier der Strom aus den Windkraftanlagen im Norden in den verbrauchsstarken Süden zu leiten und andererseits auf der Niederspannungsebene in den Verteilnetzen. Dort belasten Wohnhäuser, PV-Anlagen und Elektrofahrzeuge das Netz zu sehr unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich stark. Ein Ausbau der Energietrassen und eine intelligente Steuerung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch (Smart Grid) sind daher mittelfristig unumgänglich.

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