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CAR Symposium 2020 im Zeichen der Elektromobilität

Gestern fand in Bochum das diesjährige CAR Symposium statt. Hauptthema war die Elektromobilität.

Wenn der sogenannte "Auto-Papst" Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer nach Bochum einlädt, kommen alle. Sein alljährliches CAR Symposium im dortigen RuhrCongress, das gestern stattfand, kann seit jeher mit einer illustren Rednerliste aufwarten. So auch gestern. Im Viertelstundentakt gaben sich Granden der Automobil- und Zulieferbranche am Rednerpult die Klinke in die Hand. Dabei kamen die CEOs von BMW, Jaguar Land Rover und Umicore - Zipse, Speth und Grynberg - auf der großen Bühne ebenso zu Wort wie Daimler-Benz-Vorstandsmitglied Markus Schäfer, Porsche-Aufsichtsratsmitglied Siegfried Wolf oder auch Erich Staake, der Vorstandsvorsitzende der Duisburger Hafen AG. Sie alle gaben Einblicke in die aktuellen Entwicklungen ihrer Konzerne und darin, inwiefern die Elektromobilität dabei eine Rolle spielt.

"Roll out der Elektromobilität" war der Titel der Veranstaltung

Die Ausführungen der Firmenlenker machten deutlich, dass sich die Elektromobilität mittlerweile auf nahezu alle Geschäftsbereiche auswirkt. BMW-Chef Zipse betonte die Bedeutung dieser Technologie für sein Unternehmen und hob hervor, dass der neue Mini, der in einem halben Jahr zu erwarten sei, nicht nur auch vollelektrisch sondern zudem mit einer speziellen Sharing-App angeboten werde, die das Teilen das Fahrzeugs im Freundes- und Bekanntenkreis komfortabel ermöglichen solle. Daimler-Benz-Mann Schäfer wies mit Nachdruck auf den Smart hin, den es ja schließlich nur noch elektrisch gebe und ging zudem auf bevorstehende elektrisierte Modellreihen aus seinem Haus ein. Umicore-Chef Grynberg widmete sich in einem großen Teil seines Vortrags dem bar jeder Kinderarbeit gewonnenen Kobalts für die Batterie-Herstellung. Man käme um die Demokratische Republik Kongo als Lieferant nicht herum, könne aber sehr wohl dafür sorgen, dass das von dort gekaufte Kobalt nicht von Kinderhänden geschürft würde - und das zu durchaus vertretbaren Mehrkosten, wie es sein Unternehmen bereits seit Jahren praktiziere.

Elektromobilität gewinnt immer stärker an Bedeutung

In zahlreiche Infoshops, die den Mittelteil der Veranstaltung bildeten, konnten sich die insgesamt rund 600 Teilnehmenden auf breitester Ebene in Sachen Automobilbranche im Allgemeinen und Elektromobilität im Speziellen informieren. Die Themenpalette reichte dabei u.a. von "Antriebs- & Batterietechnik" und "In-Car-Technologien" über "E-Mobilität & Fertigungssysteme" und "Batterie-Materialien" bis hin zu "Kunststoffe im Auto" und "Zukünftige Mobilitätskonzepte", in dem ElektroMobilität über aktuelle Fördermaßnahmen in Sachen Elektromobilität informierte.

Der Lotse geht von Bord?

Auch das diesjährige CAR Symposium lohnte wieder allein wegen der prominenten Redner, die man wohl nur sehr selten qualitativ derart hochwertig an einem Ort versammelt zu hören in der Lage ist. Die Infoshops komplettierten das Angebot. Der Tenor war klar: Das Zeitalter der Elektromobilität hat begonnen. Eine besondere Würze erhielt die Veranstaltung durch die Verlautbarung von Prof. Dudenhöffer, dass er Duisburg verlassen wird und zukünftig an der Universität St. Gallen tätig sein wird. Ob sich diese Tatsache auf das CAR Symposium auswirken wird, wurde nicht bekannt.

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