Dürfen Mitarbeiter am Arbeitsplatz laden?

Elektrofahrzeugbesitzerinnen und -besitzer ohne eigenen Stellplatz können – so die Möglichkeit besteht – einfach während der Arbeitszeit laden. Laut Strommarktgesetz von 2016 dürfen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ohne Weiteres Strom an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgeben.


 

 

Laden am Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz ist – neben dem Wohnort – die beste Möglichkeit zum Laden von Elektrofahrzeugen. Vielfach besteht zuhause keine entsprechende Lademöglichkeit und die öffentliche Infrastruktur ist noch nicht für eine regelmäßige Nutzung ausgelegt.
Mieter ohne Stellplatz, Wohnungseigentümer ohne allstimmigen Beschluss der Eigentümergemeinschaft oder Garagenbesitzer ohne Stromanschluss können durch eine Lademöglichkeit beim Arbeitgeber ebenfalls an der Verkehrswende teilnehmen.

Nicht jeder Stellplatz muss mit einer Lademöglichkeit ausgerüstet werden. Bei → aktuellen Fahrzeugen reicht es oft aus, einmal die Woche aufzuladen. Wechseln sich die Mitarbeiter ab, kann ein einziger Ladepunkt bis zu fünf Mitarbeiter ohne eigene Lademöglichkeit versorgen – und nachts können dort die betriebseigenen Fahrzeuge geladen werden.
Aufgrund der langen Standzeiten reicht eine geringe Ladeleistung aus, sodass der Aufwand gering ist. Unter Nutzung der → NRW-Förderung reduziert sich der finanzielle Aufwand noch weiter.

 

 


 

 

Abrechnung

Für eine interne energiebezogene Abrechnung ist der Verwaltungsaufwand aktuell meist noch zu hoch. Stattdessen ist eine Pauschale für die private Nutzung eine gängige Lösung, der → geldwerte Vorteil muss dann auch nicht versteuert werden.
Die Kooperation mit einem externem Ladesäulen-Betreiber und/oder Abrechnungsdienstleister ist ebenso möglich. Dadurch entfallen eventuelle → steuerrechtliche Hindernisse, das Messkonzept ist einfacher und es besteht kein zusätzlicher Aufwand für den Arbeitgeber.

Stromkosten für Firmenwagen abrechnen

Elektrische Firmenwagen sind durch die → Steuer-Vorteile sehr beliebt. Zur Abrechnung der Strom-kosten zuhause gibt es verschiedene Möglichkeiten.
   1)   über einen Zwischenzähler (z.B. in der Wallbox)
   2)   über monatliche Pauschalen (siehe Tabelle)

Lademöglichkeit beim Arbeitgeber

Elektrofahrzeug

Hybridfahrzeug

 

vorhanden

30 € pro Monat

15 € pro Monat

 

nicht vorhanden

70 € pro Monat

35 € pro Monat

 

 

 

Rechtliche Aspekte

Mit dem Strommarktgesetz wurde gesetzlich festgelegt, dass der Betreiber einer Ladestationen als Letztverbraucher und nicht als Energieversorger gilt (§ 3 Nr. 25 EnWG). Nach dem Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) ist jedoch derjenige Letztverbraucher, der den Strom verbraucht (§ 61 Abs. 1 Nr. 2 EEG) – also der Besitzer des betriebsfremden E-Fahrzeugs.
Wird vor Ort nicht nur Strom aus dem Netz bezogen, sondern auch selbst erzeugt (z.B. mittels PV-Anlage oder BHKW), sind daher einige steuer- und energiewirtschaftsrechtliche Aspekte zu beachten.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie u. a. in den nachfolgend verlinkten Info-Materialien:

→ Elektrofahrzeuge im Unternehmen rechtssicher laden (DIHK-Merkblatt)

→ Photovoltaik und Elektromobilität sinnvoll kombinieren (Bundesverband Solarwirtschaft e. V. )

 

 

Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.

Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.