Was passiert danach mit der Batterie?

Die Antriebsbatterie ist das Herzstück eines jeden Elektrofahrzeugs. Durch die Nutzung sinkt die Kapazität der Batterie leicht ab bis zu dem Punkt, an dem sie sich nicht mehr für den Einsatz als Fahrzeugbatterie eignet. Es folgt ein zweites Leben als stationärer Speicher und danach die Wiederverwertung.


 

 

Second Life: ein zweites Leben nach dem Fahrzeug

Ab einem Wert von ca. 70-80 Prozent der ursprünglichen Kapazität ist die Batterie für den mobilen Einsatz nicht mehr geeignet. Durch entsprechende Herstellergarantien wird dieser Wert aber frühestens nach knapp 200.000 km oder nach 7 bis 8 Jahren unterschritten.
Danach sind die Batterien aber keineswegs wertlos. Vielmehr erwartet die „gealterte“ Lithium-Ionen-Batterien ein sogenanntes „Second-Life“, nämlich dort wo Gewicht und Platz nur eine untergeordnete Rolle spielen: zum Beispiel zur Netzstabilisierung oder zum → Speichern von Solarstrom.

© Robert Bosch GmbH


Die Second Life Anwendung von Lithium-Ionen-Batterien greift damit einen Schritt vor dem Recycling. Diese Anwendung verfolgt das Ziel, eine „gealterte“ Batterie in einer weniger anspruchsvollen Anwendung durchaus noch 10 bis 12 Jahre weitereinzusetzen. Das heißt: Ein Akku wird bei durchschnittlicher Beanspruchung erst nach über 20 Jahren ein Fall für die Entsorgung sein.

 

 


 

 

Recycling: Wiederverwertung der Rohstoffe

Autobatterie

 

 

Aktuelle gibt es noch kein großes Angebot an Fahrzeugbatterien, da diese noch lange Zeit genutzt werden bis sie ihre Lebensdauer erreicht haben. Dennoch exisitieren schon heute Recyclingverfahren für Lithium-Ionen-Batterien, zum Beispiel von den Unternehmen → Duesenfeld und → Umicore, die sich auf das Recycling solcher Batterien spezialisiert haben. Hierbei wird die Batterie in ihre Einzelteile zerlegt und die Rohstoffe soweit wie möglich zurückgewonnen. Aufgrund ihres Werts sind hier vor allem Kobalt, Kupfer und Nickel interessant.

 

 

Pyrometallurgische Verfahren

Beim pyrometallurgischen Recycling wird die Batterie bei extrem hohen Temperaturen eingeschmolzen. Danach können die Metalle wie Kobalt und Nickel aufgrund ihrer unterschiedlichen Dichte einfach abgetrennt werden.

 

 

Hydrometallurgisches Verfahren

Beim hydrometallurgischen Verfahren wird die Batterie zunächst mechanisch zerkleinert, dann werden die Metalle mit Chemikalien heraus gelöst.
Das Verfahren ist weniger energieintensiv als das pyrometallurgische Verfahren.

 

 

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